Los 1013
Dirham des Samaniden-Herrschers Isma'il bin Ahmad mit (287 H. Samarqand), von Wikingern mit punziertem Bronzeblech gefasst und mit der Mannaz"-Rune versehen, 10. Jhdt. n. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A108kua | Präsenzauktion | 1169 Lose
Beschreibung
Silberner Dirham des Samaniden-Herrschers Isma'il bin Ahmad mit Nennung des Kalifen al-Mu'tadid, geprägt in Samarqand im Jahr 287 H. (ca. 900 christlicher Zeitrechnung), von einem Wikinger mit einem u-förmig gebogenen Bronzeblech gehenkelt, dass unten mit einem durch die Blechenden gestoßenen Niet mit dem Dirhem verbunden ist. Auf der Vorderseite ist das Blech mit fünf Punzreihen verziert. Die Orientierung des Bronzehenkels nimmt Rücksicht auf die Orientierung der arabischen Schrift, die hängend in korrekter Ausrichtung lesbar ist. Über der vierzeiligen, zentralen Inschrift (Muhammad / rasul allah / al Mu'tadid billah / Isma'il bin Ahmad) vollflächig die 15. Rune des jüngeren Futhark (skandinavische Runenreihe der Wikingerzeit), „Mannaz" mit der Bedeutung Mann (oder allgemeiner Mensch) graviert. Das Blechband mit dunkelgrüner Patina, der Dirham mit leicht fleckiger Tönung und grünen Oxydflecken. Länge mit Henkel 4,3 cm. Durchmesser des Dirham 2,6 cm. Eine RFA-Analyse des Dirhams ergab ein für Münzen dieser Zeit typisches Spektrum enthaltener Elemente (0,5 % Au; 97 % Ag; 1,7 % Cu; 0,6 % Pb und diverse Spurenelemente). Die Bronze des Henkels enthielt neben fast 80 % Cu u. a. 12 % Sn; 1,4 % Zn; 7,3 % Pb und 0,7 % Ag was gleichfalls gut zu einer antiken Herkunft passt. KULTURGUT!Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung, übernommen in den späten 90er Jahren aus der Sammlung des Vaters.
Zustand: II Fragen zum Los?