Los 4124
Scheibenfibel, wikingisch, 10. Jhdt.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A104kua | Präsenzauktion | 958 Lose
Zuschlag € 2.800
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Leicht gewölbte Scheibenfibel aus zwei miteinander verlöteten Blechscheiben. Das Relief der blechernen Schauseite über ein Modell getrieben und anschließend mit Filigran verziert. Der Rand ringsum von Filigran eingefasst. Im Inneren ein kreuzförmig angeordnetes Flechband aus acht ineinander verwobenen Schleifen. In den Zwickeln der Schleifen außen eine Spirale und ein Paar Voluten. In der Mitte aufgesetzt eine Halbkugel mit gekreutzen Filigranbändern, in den Quadranten je eine Granalie und ein Ringlein. Die Oberfläche feuervergoldet. Auf der Rückseite Nadel, gehalten in Backenscharnier und Nadelhalter, letzterer aus profilierten Blechstreifen, die auf der rückwärtigen Blechscheibe aufgelötet sind. Zusätzlich eine Schlaufe mit Punzdekor an einer Seite aufgelötet. Durchmesser 5,1 cm. Minimaler Abrieb auf Reliefhöhen, vor allem der mittleren Halbkugel. Ansonsten intakt. Attraktives Exemplar wikingischen Silberschmucks. Die Werte einer RFA-Analyse zu Silberlegierung und Vergoldung stehen nicht im Widerspruch zu einer antiken Herkunft und entsprechen denen von authentischen Exemplaren her bekannten Werten (98,5 % Silber, Rest: Kupfer und Blei. Die Vergoldung entspricht einer antiken Feuervergoldung mit deutlichem Nachweis von Quecksilberspuren).Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung, übernommen in den späten 90er Jahren aus der Sammlung des Vaters.
Zustand: I - Fragen zum Los?