Los 4152
Nordgermanischer Schmuckbrakteat aus Gold (C-Brakteat), spätes 5. - Mitte 6. Jhdt.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A102kua | Präsenzauktion | 571 Lose
Beschreibung
Völkerwanderungszeitlicher Brakteat vom Typ C. In der Mitte ein Kopf (Odin?) mit geschwungener Frisur, die sich im Nacken nach oben wendet und in einen Vogelkopf (Rabe?) übergeht. Darunter ein Tier mit geöffnetem Maul, Vorder- und Hinterlauf sowie einem Schweif (Sleipnir, Odins Pferd?). Vor der Stirn des Kopfes ein Vogel (einer der Raben Odins? - Hugin oder Munin). Zwischen der Frisur am Hinterkopf und dem daraus hervorgehenden, aufwärts geschwungenen Vogelkopf als Runen deutbare Zeichen. Zwischen dem Vogelkopf und dem Schweif des Tieres im Feld ein Kreuz. Die bildliche Darstellung eingefasst von einem Rahmen aus gegenständigen, schraffierten Dreiecken, innen durch eine, außen durch zwei Kreislinien begrenzt. Der Rand des Brakteaten außen durch einen Kerbdraht eingefasst. Oben ein tonnenförmiger, profilierter Henkel angelötet, mit zwei Kanneluren zwischen drei Rippen. Höhe mit Henkel 49,5 mm. Durchmesser ohne Henkel 44,5 mm. Gewicht 10,55 g. Partiell leichter Abrieb des den Brakteaten einfassenden Kerbdrahts. Typischer Vertreter der sogenannten C-Brakteaten in ausgezeichnetem Erhaltungszustand. Die Goldbrakteaten stellen eine der wichtigsten Quellen zu Frühgeschichte und Kultur der nordgermanischen Völker dar. Eine sichere Deutung der Bildinhalte ist bisher nicht gelungen und wird in der Forschung nach wie vor kontrovers diskutiert.Zustand: I Fragen zum Los?