Los 4151

Schnalle aus Gold mit Einlagen aus Halbedelsteinen, ostgermanisch, 1. Hälfte 5. Jhdt. n. Chr.

Kunst, Antiquitäten & Antiken | A102kua | Präsenzauktion | 571 Lose

Beschreibung

Prunkvolle Gürtel- oder Schuhschnalle, typisch für die romano-barbarische Mischkultur im mittleren und unteren Donauraum in den Randgebieten des spätrömischen Reiches und der davor liegenden Peripherie. Halbkreisförmige Grundplatte des Schnallenbeschlags. Darauf Zellwerk mit ca. 3 mm hohen Zargen, die ein asymmetrisches Zellwerk mit geschwungenen Zellwänden bilden. Die Zellen mit flachen, zurecht geschliffenen Granaten gefüllt. Außen umgeben von Kerbdraht. In der Mitte zwei runde Röhrchen für die Aufnahme von (nicht erhaltenen) Nieten zur Befestigung am Lederriemen. An der vorderen Kante zwei Laschen mit zwei Nieten befestigt, die einen rundstabigen, annähernd kreisförmigen Bügel aus Achat umschließen, der sich nach vorne hin verdickt. Zwischen den Laschen der Schnallendorn mit einem von der hinteren Basis ausgehenden Haken befestigt, der den Bügel aus Achat hinten umschließt. Auf der Oberseite drei Zellen mit rechteckigen, oben gewölbten Granateinlagen. Die Seiten des Schnallendorns in der hinteren Hälfte mit von Granalien flankierten S-Spiralen aus Golddraht verziert. Drei nicht passgenaue kleinere Einlagen in der oberen Hälfte des Zellwerks vom Beschlag wohl nach Verlust der originalen Einlagen nachträglich ergänzt. Länge 4,9 cm. Gewicht 19,29 g. Minimale Inkrustationen auf der Oberfläche. Abgesehen von den wahrscheinlich ergänzten Einlagen ausgezeichnet erhalten.

Provenienz: Rheinischer Privatbesitz, zuvor in den 90er Jahren Sammlung R.Z. München.

Zustand: II + Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Der Nachverkauf zu unserer Auktion "Kunst, Antiquitäten & Antiken" vom 19. November 2024 hat bereits begonnen und läuft noch bis zum 31. Dezember 2024. In dieser Zeit können Sie alle Lose zum Startpreis erwerben, zzgl. Aufgeld.