Los 8615

NSU Kettenkrad, (Sd.Kfz. 2), Nachkriegsfertigung von 1947

Orden und Militaria ab 1919 | A109r | Präsenzauktion | 1186 Lose

Startpreis € 40.000

Restzeit für Gebote : noch 41 Tage und 15 Stunden

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Beschreibung

Das kleine Kettenkraftrad vom Typ HK 101 war die kleinste Halbketten-Zugmaschine der Wehrmacht für schwieriges Terrain, schmale Durchlässe und Steigungen - ein Ersatz für die seinerzeit bei der Wehrmacht üblichen Pferde und sonstigen Zugtiere. Die oben offene Wanne aus Stahlblech bot Platz für den Fahrer, zwei beidseitige Tanks à 21 Liter, zwei rückseitige Sitzplätze, eine vorderseitige Gabel mit Vorderrad, ähnlich einem Motorrad, ein beidseitiges Gleiskettenlaufwerk und eine rückseitige Anhängerkupplung für den speziellen einachsigen Anhänger, den Sonderanhänger 1 (Sd. Ah. 1). Da NSU als Motorradhersteller über keinen passenden Motor verfügte, wurde der 1,5-Liter-Motor des Opel Olympia mit 36 PS verbaut, womit das Krad eine Geschwindigkeit von ca. 70 km/h erreichte. Es wurden während des Krieges ca. 8800 Stück gefertigt. Dieses Fahrzeug stammt aus der Nachkriegsfertigung von insgesamt ca. 550 Stück, die mit Genehmigung der US-Militärregierung für die Land- und Forstwirtschaft gedacht war. Das Typenschild auf der Instrumententafel zeigt das Fertigungsjahr von 1947 und Fahrgestellnummer 278, nummerngleich mit der auf dem Lenkkopf eingeschlagenen Nummer. Das Fahrzeug zeigt deutliche Spuren des harten Gebrauchs an der Karosserie, welche lediglich überlackiert wurden. Es wurde auf ein Kriegsmodell umgebaut und sandfarben lackiert. Die Positionslichter auf den Kotflügeln fehlen, es wurde ein Notek-Tarnscheinwerfer statt dem für die Zulassung benötigten normalen 130-mm-Scheinwerfer verbaut. Das Innenleben des Batteriekastens wurde entfernt, um eine andere Batterie unterzubringen. Der passende Opelmotor stammt, laut Nummer, aus dem Jahr 1940. Der Blechrahmen für die Instrumente fehlt. Typische ältere Restauration mit selbstgefertigten Teilen, u.a. wurde der rückseitige mittige „Turm“, das seitliche Geländer und die Sitzbank ergänzt. Die Elektrik ist lediglich provisorisch. Das linke Treibrad wurde falsch montiert, die kleinen Antriebsrollen und die Wellenkupplung des Lüfterantriebs sowie weitere Teile sind stark verschlissen und sollten ausgetauscht werden. Das Fahrzeug stand lange Zeit als Ausstellungsstück in einer Halle und wurde nur gelegentlich für Demonstrationsfahrten benutzt. Der Motor konnte mit externer Batterie und Kraftstoffzufuhr gestartet werden. Es erfolgte keine Probefahrt. Neuer Deutscher Brief als Besitznachweis sowie Schlüssel vorhanden. Die Laufleistung ist nicht bekannt. Aufgrund der langen Standzeit zeigt das Fahrzeug Korrosion, auch werden der Wechsel aller Flüssigkeiten, eine Tankreinigung sowie ein großer Service, besonders das Fetten der ca. 100 Schmierstellen/-nippel, empfohlen. Vollständigkeit und Funktion nicht überprüft. Das Fahrzeug wird als Restaurationsobjekt verkauft, es ist nicht fahrbereit und muss mit dem Anhänger abgeholt werden. Standort ist Grasbrunn bei München.

Zustand: III + Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Unsere Auktion "Orden und Militaria ab 1919" umfasst 1186 Lose und findet am Mitwoch, dem 25. November und 26. November 2026 in unseren Auktionsräumen in Grasbrunn bei München statt. Beginnzeiten, Vorbesichtigungsdaten sowie weitere Informationen finden Sie unten.