Los 8612

Opel Blitz (Kfz 305) vom Typ 36 als Leichter Funkkraftwagen

Orden und Militaria ab 1919 | A109r | Präsenzauktion | 1186 Lose

Startpreis € 40.000

Restzeit für Gebote : noch 41 Tage und 12 Stunden

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Beschreibung

Leichter Lkw mit bis zu 3 Tonnen Nutzlast, angetrieben von einem 3,6 Liter, 6-Zylinder-Reihenmotor (Otto) mit 68 PS, 5-Ganggetriebe und Hinterradantrieb. Baujahr 1939, Fahrgestell-Nr. BR-6W 59784, Rahmen-Nr. 59784. Das Fahrzeug wurde 1939 mit Standardfahrwerk ausgeliefert und erhielt später einen abnehmbaren, geschlossenen Aufbau, den sog. LC-Koffer (Wagen-Nr. 2665/37), hier für Nachrichtengeräte und drei Funker. Der LC-Koffer ist ein standardisierter, geschlossener Fahrzeugaufbau mit Türen und Fenstern, der als Ganzes auf 3-t-Fahrzeuge der Luftwaffe, auf entsprechende Pritschen-Lkw oder Pritschen-Anhänger befestigt oder als Ganzes auf dem Boden abgesetzt werden konnte und zur Unterbringung motorisierter Geräteeinheiten wie Nachrichtenstationen für Funk und Draht, Werkstätten, Laboratorien oder Gerätelager diente. Er war von den Konstrukteuren als Leichtbauweise geplant, um das Gesamtgewicht der Fahrzeuge niedrig zu halten. Daher besteht die Außenhaut aus Holzspanplatten und Torfmull. Der Aufbau des LC-Koffers ist in Baukastenform entwickelt, so dass wirtschaftlicher Transport, leichter und einheitlicher Nachschub sowie einfache Instandsetzung, Bedienung und Wartung möglich waren. Im Falle einer Beschädigung konnten die Leichtplatten einzeln ausgetauscht werden. Das Fahrzeug zeigt deutliche Spuren des harten Einsatzes an der Karosserie, die lediglich überlackiert wurden. U.a. klemmt die Beifahrertür. Das Fahrzeug stand lange Zeit als Ausstellungsstück in einer Halle und wurde nur gelegentlich für Demonstrationsfahrten benutzt. Der Motor konnte mit externer Batterie und Kraftstoffzufuhr gestartet werden, dabei wurde festgestellt, dass der Motorblock einen Riss hat - das Fahrzeug verliert Wasser, was aber nach dem Warmlaufen besser wird. Möglicherweise lässt sich der Motor löten. Es erfolgte keine Probefahrt. Typische ältere Restauration mit selbstgefertigten Teilen, sandfarbene Lackierung mit bräunlicher Netztarnung. Soweit der Innenraum des LC-Koffers zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr im Original erhalten blieb, wurde er nach dem Beladeplan der Luftnachrichtentruppe Teil 2, Heft 323 (L.Dv.702/2) und Bauplänen aus dem Bundesarchiv in Freiburg i.Br. mit viel Enthusiasmus rekonstruiert, so dass der Innenraum teils aus Originalen, teils aus Nachbauten besteht. Laut Einliefererangaben ist das Fahrzeug mit folgendem Zubehör (nicht überprüft, teils auch aus der Nachkriegszeit) ausgestattet: Auf seinem vorderen Betriebstisch befindet sich der Langwellenempfänger a (als sogenannter „Kindersarg“ bekannt) zusammen mit einem 100-Watt-Sender, auf dem hinteren Betriebstisch ein Tornister-Empfänger b (Torn E b) zusammen mit einem Feldfernsprecher 33. Zur weiteren Ausstattung des Innenraums zählen u.a.: Netzanschlussgerät, eine Sternantenne, eine Künstliche Antenne, drei Handkabeltrommeln, eine Wandarmlampe, eine Morsetaste, vier Taschenlampen, vier Stromprüfer, eine Brille, zwei Doppelkopffernhörer, zwei Rahmen für Beschilderung, zwei Dreifachstecker, ein Kehlkopfmikrofon, ein Handmikrofon für Funkgeräte, ein Geräthandbuch NA 4, ein Bleisammler leer (Holzkiste), drei Gasmaskenbehälter, ein Klappstuhl, ein Feuerlöscher, ein Verbandskasten, ein Erdspieß, ein Trichter, drei Feldkabeltrommeln, drei Lötlampen und zwei Laternen, außerdem in Seitentüren: eine Mischkanne, ein Kraftstoffkanister, Antennenzubehör und Werkzeuge, sowie außenseitig: ein Kurbelmast, ein Erdleitungsrohr, eine Ersatzkabeltrommel, Baustangen, ein Pickel und ein Spaten. Neuer Deutscher Brief als Besitznachweis sowie Schlüssel vorhanden. Die Laufleistung ist nicht bekannt. Aufgrund der langen Standzeit zeigt das Fahrzeug Korrosion, auch werden der Wechsel aller Flüssigkeiten, eine Tankreinigung sowie ein großer Service empfohlen. Vollständigkeit und Funktion nicht überprüft. Das Fahrzeug wird als Restaurationsobjekt verkauft, es ist nicht fahrbereit und muss mit dem Hänger abgeholt werden. Standort ist Landshut.

Zustand: II - III Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Unsere Auktion "Orden und Militaria ab 1919" umfasst 1186 Lose und findet am Mitwoch, dem 25. November und 26. November 2026 in unseren Auktionsräumen in Grasbrunn bei München statt. Beginnzeiten, Vorbesichtigungsdaten sowie weitere Informationen finden Sie unten.