Los 8178
Professor Kurt Schmid-Ehmen (1901 - 1968) - „Haarbinderin“
Orden und Militaria ab 1919 | A109r | Präsenzauktion | 1186 Lose
Beschreibung
Bronzeplastik, Höhe 97,5 cm (ohne Plinthe), 1941, gegossen und auf der Plinthe (Höhe 2 cm) signiert „Kurt Schmid-Ehmen 1941“. Schöne, dunkelbraune Patina. 1941 von Schmid-Ehmen geschaffen, wurde die Figur bereits 1942 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst gezeigt. Dazu ein zeitgenössisches Foto der „Haarbinderin“ in Gips, auf Albumseite mit rückseitiger Bezeichnung „'Die Haarbinderin' 1943 (Für Bronce) - Halbe Lebensgrösse“, sechs Fotoabzüge der Gipsversion in Schmid-Ehmens Atelier (zwei mit Schmid-Ehmen), einige Farbdrucke von Bronzeversionen dieser Figur, dabei eine Aufnahme der betagten Hetty Schmid-Ehmen neben der hier angebotenen (?) Figur. Außerdem in Fotokopie ein Schreiben des Geschäftsführers des Hauses der Deutschen Kunst Karl Kolb aus dem Jahr 1938, in dem er Schmid-Ehmen mitteilt, dass seine „Weibliche Figur (Bronze; Kat.Nr. 894)“ vom „Führer“ gekauft worden sei. Kurt Schmid-Ehmen (1901 - 1968) gehört zu den bedeutenden deutschen Bildhauern, der als Schöpfer des Reichsadlers, des NS-Hoheitszeichens, Geschichte schrieb. Spannungsgeladene Vereinfachung der Form und der Antrieb, zum Wesen des Dargestellten vorzudringen, kennzeichnen seine Arbeiten. Schmid-Ehmen war mit Paul Ludwig Troost und Adolf Hitler persönlich bekannt. So erhielt er spektakuläre Aufträge wie für die Gestaltung des Ehrenmals für die Gefallenen des 9. Novembers 1923 (Feldherrnhalle) oder für die Adler zahlreicher Parteibauten einschließlich der Neuen Reichskanzlei. Anfang 1937 zum Professor ernannt, waren seine plastischen Werke ununterbrochen auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen 1937 - 44 präsent. Vgl. eine weitere „Haarbinderin“ in grünlich patinierter Bronzeausführung in Hermann Historica, 69. Auktion 2014, Los 6239, Zuschlag € 42.000.Zustand: I - II Fragen zum Los?