Los 8080
Hermann Göring - zwei Liebesbriefe an Carin vom „10.9.21 Morgen München“ (Nr. 22) und von „Bayrischzell 10.9.21 Sonnabend Abend?“ (No. 23)
Orden und Militaria ab 1919 | A109r | Präsenzauktion | 1186 Lose
Beschreibung
Drei Blatt, liniert, nahezu fünf Seiten davon in Bleistift beschrieben. Der morgendliche dreiseitige Brief (29,5 x 22,5 cm) voller Euphorie, Liebesschwüre, Erotik, aber auch Klagen über die Langwierigkeit der Briefkommunikation und der Hoffnung, am Nachmittag einen Brief von ihr in Bayrischzell vorzufinden, der ihm Auskunft über Carins Gespräch mit ihrer Schwiegermutter bzgl. der Scheidung geben soll. „In ewiger Liebe und Treue Dein H.“ Der Brief vom Sonnabend (fast zwei Seiten, 27 x 22,5 cm) mit völligem Stimmungsumschwung: „Nun bin ich wieder zurück in Bayrischzell! Mit soviel Hoffnung und Freude ging ich zur Post, in der bestimmten Hoffnung, Briefe von Dir vorzufinden. [..] Wie blutete mein Herz vor Schmerz als nichts von Dir da war [..] Ist es für Dich wirklich ein solch grosses Opfer, mir ein paar liebe Zeilen täglich zu schreiben [..] ???Ich soll kein Morphium mehr nehmen, aber nächtelang voller Unruhe und Verzweiflung wach liegen [..] Gute Nacht! Eine schreckliche Nacht liegt vor mir. [..] Dein tief unglücklicher H.“. Entgegen der häufig vertretenen Meinung, Göring sei erst durch die Verwundung am 9. November 1923 mit Morphium in Kontakt gekommen, war er bereits aufgrund seiner Verletzungen aus dem 1. Weltkrieg abhängig von Morphium. Seine Sucht nutzte er immer wieder in seinen Briefen als Druckmittel gegen Carin.351153
Zustand: II Fragen zum Los?