Los 6671

Wilhelm Conrad Röntgen (1845 - 1923) - eigenhändiger und signierter Brief an das Hofmarschallamt des Prinzen Alfons von Bayern 1912

Orden und Militaria bis 1918 | A109m | Präsenzauktion | 1500 Lose

Startpreis € 2.800

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Beschreibung

Kleiner Doppelbogen Briefpapier (22 x 14,4 cm) mit gedrucktem Kopf „Geheimer Rath Röntgen“. In schwarzer Tinte beschrieben, die Ortsangabe „München, den“ überschrieben mit „Davos - Schweiz Flüela - Parkhotel - 27 Dec. 1912“. Adressiert „An das Hofmarschallamt Seiner Königl. Hoheit des Prinzen Alfons von Bayern. Herrn Oberst Freih. von Reitzenstein München.“, Röntgen schreibt dem Freiherrn, „dass ich mit der im sehr geehrten Schreiben vom 23 d.M. enthaltenen Aenderung des Miethvertrages einverstanden bin. Ich gestatte mir den mit 1 Jan. 1913 fälligen Betrag der Miethe gleichzeitig zu übersenden. - In ausgezeichneter Hochachtung Ew. Hochwohlgeboren ergebenster Dr. W.C. Röntgen“, die Signatur unterstrichen. Am Unterrand fügt er hinzu „P.S. Eine in meine Münchner Wohnung dirigierte Empfangsbescheinigung wäre mir sehr erwünscht.“ und monogrammiert mit „R.“. Unterhalb der Datierung in Bleistift von Reitzensteins Hand „28.12.1912“ mit Kürzel „R“ sowie neben der Signatur Röntgens ebenfalls in Bleistift „Scheck über 1500 M Wohnungsmiete entnommen - 28.12.1912“ mit Unterschrift Reitensteins. Einmal gefaltet, die Rückseite mit Resten schwarzen Siegellacks für die Visitenkarte Röntgens (siehe das Folgelos). Von 1900 bis 1919 lebten Wilhelm Conrad Röntgen und seine Frau Bertha als Mieter im ersten Stock einer Villa in Münchens Prinzregentenstr. 1 (heute Nr. 61), die von 1896 bis 1899 im Auftrag des niederländischen Generalkonsuls Friedrich Karl Meyer erbaut worden war. 1903 erwarb Prinz Alfons von Bayern die Villa, die fortan nach ihm auch „Prinz Alfons-Villa“ hieß. 1919 kündigte der Prinz der Familie Röntgen, da er nach dem 1. Weltkrieg wieder selbst die Villa beziehen wollte. Die monatliche Miete von 1.500 Mark entspricht heute in etwa inflationsbereinigten € 10.000. Wilhelm Conrad Röntgen war seit dem 1.4.1900 ordentlicher Professor für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, im selben Jahr erhielt er die Barnard-Medaille der Columbia University in New York und wurde 1901 der erste Nobelpreisträger der Physik. 1920 wurde er als Professor an der LMU emeritiert.

Zustand: II - Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Unsere Auktion "Orden und Militaria bis 1918" umfasst 1502 Lose und findet am Dienstag, den 24. November und am Mittwoch, den 25. November 2026, in unseren Auktionsräumen in Grasbrunn bei München statt. Beginnzeiten, Vorbesichtigungsdaten sowie weitere Informationen finden Sie unten.