Los 995
Zwei kupferzeitliche Beile, Südosteuropa, 4. Jtsd. v. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A109kua | Präsenzauktion | 1190 Lose
Beschreibung
1) Stumpfnackiges Beil mit leicht gewölbten Seitenflächen, die sich zur runden Schneide hin minimal verbreitern. Für Kupferlegierungen typische, leicht raue Oberfläche mit dünner grüner Oxidschicht über rotbrauner Patina. Auf einer Seite zwei Kratzer. Länge 18 cm. Maximale Höhe 4,7 cm. Maximale Dicke 2 cm. 2) Stumpfnackiges Beil mit leicht gewölbten Seitenflächen, die sich zur runden Schneide hin deutlich verbreitern und zu den Ecken der Schneide hin ausschwingen. Der stumpfe Nacken fast rechteckig abgesetzt und nur 2 cm breit, die Schneide 6,5 cm. Grünbraune, leicht fleckige Patina mit minimalen Auflagen. Länge 18,2 cm. Maximale Dicke 1,5 cm. Während das erste Exemplar sich in der Form noch stark an Steinbeilen als Vorbild anlehnt, repräsentiert das zweite Exemplar bereits eine fortgeschrittene Entwicklungsstufe, welche die gestalterischen Möglichkeiten des neuen Materials unter Beibehaltung der Funktionalität bei der Formgebung u. a. materialsparender ausreizt. Die deutlich breitere Schneide hält dabei trotz geringerem Materialeinsatz und Gesamtgewicht des Objekts den ausgesetzten Belastungen voll stand und das Beil ist zugleich leichter schäftbar. KULTURGUT! Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung, bereits Anfang des Jahrtausends vom 2013 verstorbenen Vater übernommen.Zustand: II + Fragen zum Los?