Los 899
Bronzene Öllampe auf Tellersockel mit floralem und figürlichem Dekor, seldschukisch, 12. - 13. Jhdt
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A109kua | Präsenzauktion | 1190 Lose
Beschreibung
Linsenförmiger Lampenkörper. Langgezogene Schnauze, unten mit Kante und oben eben, mit eingeritzter Flechtbandverzierung, die Mündung des Dochtlochs in Blattform. An den Seiten Handhaben in Gestalt eines dreizähligen Blattes, auf der Oberseite ritzverziert. Das Ölloch in der Mitte des Lampenkörpers mit einem runden Deckel an einem Scharnier abgedeckt. Der hohe Rand des Deckels nach außen ausschwingend. In der Mitte das vollplastisch ausgearbeitete Antlitz einer Raubkatze, wobei vertiefte Linien anatomische Details von Augen und Mundpartie hervorheben. Rings um das Ölloch eine Ranke mit kantigen Windungen, in den Tälern und Bergen der Ranke Voluten. Der Lampenkörper ruht auf einer mehrgliedrigen, profilierten Säule, oben zylindrisch über rundlicher Wulst. darunter ein birnenförmiger Abschnitt mit wulstigen Längsrippen, der durch einen Einbuchtung abgetrennt auf einem Konus ruht. Der Konus in der Mitte eines Tellers mit flachem Boden platziert, der einen steilen Rand mit ausladender, kantiger Randlippe besitzt. Am rückwärtigen oberen Ende des Lampenkörpers setzt ein schmaler, bandförmiger Henkel an, der zunächst im Bogen verläuft und dann senkrecht nach unten geführt wird, wo er in einer breiten Attache endet, die mit dem Rand des Tellers verlötet ist. Oberhalb der Attache ein Fortsatz. Auf der Mitte des Henkelbogens die stilisierte Figur eines Vogels mit kurzen, "gestutzten" Flügeln und Schwanzgefieder. Dunkelgrüne Patina mit geringfügigen Auflagen aus Oxyden und Inkrustation. Völlig intaktes und vollständiges Exemplar, so selten anzutreffen. Durchmesser des Tellers 14,3 cm. Maximale Breite 16 cm. Höhe 19,5 cm. KULTURGUT! Provenienz: Vom jetzigen Besitzer erworben im Hamburger Auktionshaus Mette, Auktion vom 28. 10. 2021, Los 535.Zustand: II + Fragen zum Los?