Los 868
Neoassyrische Herrscherstatuette aus Alabaster, die angewinkelte Rechte an Dolchgriff, 9. Jhdt. v. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A109kua | Präsenzauktion | 1188 Lose
Beschreibung
Vollplastisches Fragment einer Statuette eines Herrschers in eng anliegendem Kleid mit Bordüren aus Fransen am Ende der kurzen Ärmel, auf den Hüften und schräg vor den Beinen auf Vorder- und Rückseite. Oben Schulterausschnitt, von Bordüre mit Kreisaugen eingefasst. Der rechte Arm eng angelegt und vor dem Bauch angewinkelt, mit der Hand den Griff eines Dolches mit langdreieckiger Scheide haltend, Inbegriff seiner Autorität. Die Linke mit ausgestreckten Fingern geradeaus nach unten geführt und gleichfalls eng an den Körper angelegt. Oberhalb des Handgelenks Ringschmuck. Füße und Kopf abgebrochen. Körperhaltung, Gewand und Dolchform weisen enge Parallelen zu neuassyrischen Herrscherbildnissen auf, z. B. von Salmānu-ašarēd III. (859 - 824 v. Chr.) im Museum anatolischer Zivilisationen in Istanbul oder von Aššur-nâṣir-apli II. (883 - 859) aus Nimrud, heute im British Museum. Kopf und unteres Ende knapp oberhalb der Füße abgebrochen, Oberfläche mit vereinzelten, minimalen Bestoßungen. Auf schwarzem Kunststoffsockel montiert. Erhaltene Höhe 7 cm. Höhe mit Sockel 10,3 cm. KULTURGUT! Provenienz: Nordbayerischer Privatbesitz (Nachlass), aus der Privatsammlung der Mutter, von deren Vater H.H. im Süddeutschen Kunsthandel in den 60er Jahren erworben.352163
Zustand: II - III Fragen zum Los?