Los 434
Seltene feuervergoldete Miniaturkanone, Michael Mann, Augsburg oder Nürnberg, 1. Viertel 17. Jhdt.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A109kua | Präsenzauktion | 1190 Lose
Beschreibung
Konisches Rohr mit kräftiger Bandgliederung und verstärkter Mündung. Volutenförmige Griffe, die Verschlussspange für das Zündloch fehlt. Vor dem Zündloch undeutlich geschlagene Marke. Ganzmetall-Lafette aus feuervergoldetem Messingblech mit fein graviertem Rankendekor. Die feinen eisernen Beschläge mit geringen Resten von Bläuung. Kleiner Protzkasten mit federverriegeltem Deckel. Fein gearbeitete Speichenräder mit eisernen Splinten. Rohrlänge 8 cm, Gesamtlänge 10,6 cm. Während die von Michael Mann gefertigten Miniatur-Kästchen im gehobenen Kunsthandel häufiger angetroffen werden können, sind die von ihm gefertigten Miniaturwaffen deutlich seltener, und daher nur wenig bekannt. Neben voll funktionsfähiger Miniatur-Radschlosswaffen stammen aus seiner Werkstatt auch eine kleine Gruppe von Miniaturkanonen, von denen weltweit nur noch ca. 20 Exemplare bekannt sind, viele davon in Museumsbesitz. So befindet sich z.B. in den Beständen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg eine kleine Gruppe von drei Exemplaren. Siehe auch: Weis, Robert, Die Miniaturwaffen des Michael Mann, in: Die Erzeugnisse von Conradt und Michel Mann und deren Werkstatt, Beiträge zur Tagung vom 16. und 17. Juni 2023, Schell Collection Graz, S. 70 f. Die hier angebotene Kanone ist abgebildet in: Laue, Georg, Die Kunstkammer – Wunder kann man sammeln, München 2016, Nr. 32.Zustand: II Fragen zum Los?