Los 6841

Wilhelm von Kobell (1766 - 1853) - Die Revue von Kalisch, 1835

Orden und Militaria bis 1918 | A108m | Präsenzauktion | 313 Lose

Beschreibung

Aquarell auf Papier und über Holz, rechts unten monogrammiert "W.K.". Eindrucksvoll gemalte Szene der gemeinsam von Preußen und Russland bei Kalisch in Kongresspolen abgehaltenen Heerschau. Im Zentrum zu Pferd die Heerführer Zar Nikolaus I. von Russland und Prinz Wilhelm von Preußen (späterer König und Kaiser Wilhelm I.), dahinter die russischen Truppen in Marschformation mit Trommlern vorneweg sowie die preußischen Truppen in Paradeformation. Im Vordergrund grüßende polnische Zivilbevölkerung. Unter Glas in preußischem Rahmen mit Vergoldung über Kreidegrund und rotem Bolus, am Unterrand Plakette mit Namen und Lebensdaten des Malers. Bildmaße 38,5 x 51 cm, Rahmenmaße 48 x 60,5 cm. Rückseitig Etikett einer Düsseldorfer Kunsthandlung sowie ein alter (Auktions-?)Text mit Provenienzbezeichnung "Sammlung: A.v. Baviez". Die Revue von Kalisch 1835 war eher ein öffentlicher Schulterschluss zwischen Preußen und Russland sowie eine Machtdemonstration der beiden Mächte an dem Ort, wo sie 22 Jahre zuvor auch das Bündnis gegen Napoleon geschlossen hatten. Insgesamt nahmen über 60.000 Soldaten mit 7.000 Pferden und 136 Kanonen teil. Wilhelm von Kobell wurde von seinem Vater, dem Landschaftsmaler Ferdinand Kobell, sowie an der Mannheimer Zeichnungsakademie ausgebildet. Er wurde um 1792 Hofmaler des Kurfürsten Karl Theodor von Bayern, war von 1814-26 Professor an der Münchner Akademie und wurde 1817 in den Adelsstand erhoben.

Zustand: II + Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Der Nachverkauf zu unserer Auktion "Orden und Militaria bis 1918 " vom 22. Mai 2026 hat bereits begonnen. In dieser Zeit können Sie alle Lose zum Startpreis erwerben, zzgl. Aufgeld.