Los 905
Zwei Prunkpektorale für Pferde eines Zweispänners, dazu ein einfaches Pektoral, südital., 5. - 4. Jhdt. v. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A108kua | Präsenzauktion | 490 Lose
Beschreibung
Zwei gleichartig gestaltete, offensichtlich zusammengehörige Pektorale aus Bronzeblech mit getriebenen Ornamenten für ein Pferdegespann, die folgendermaßen aufgebaut sind: vorne ein unten abgerundeter „Latz", der im unteren Teil durch vier getriebene, vertikal verlaufende, längliche Buckel gegliedert ist. Die äußeren breiter, die beiden mittleren schmäler. Darüber zwei nach unten durchgebogene, girlandenartige Wülste. An die Enden der oberen Wulst schließen zwei Palmetten an, die zu den lang ausgezogenen, schmalen „Trägern" des „Latzes" überleiten. Oberhalb der Palmetten entlang der Ränder der „Träger" und der Unterkante des „Latzes" ein Kymation aus einer Reihung zungenartiger Segmente. Der gesamte Rand mit kleinen Löchern im Abstand von ca. 3 - 5 mm perforiert, die der Befestigung einer Unterlage aus organischem Material dienten. Zusätzlich je zwei größere Löcher am unteren Rand jedes Pektorals. An einem der "Träger" ist das abgerundete Ende erhalten, bei den anderen ist es abgebrochen. Die Oberfläche mit grün oxydierten Teilflächen über rotbrauner Kupritschicht. Auf der Unterseite mit Gaze und Kunstharz stabilisiert. Drei der „Träger" gebrochen und nur von der mit Kunstharz getränkten Gaze zusammengehalten. Die Oberfläche der Pektorale leicht verbeult. Zwei eindrucksvolle Beispiele einer altitalischen Prunkschirrung. Breite jeweils ca. 40 cm. Erhaltene Länge 68 cm und 55 cm. Dazu das sichelförmige Fragment von der Mitte eines weiteren Pektorals aus unverziertem Bronzeblech, dessen „Träger" abgebrochen sind. Gleichfalls mit feiner Perforierung entlang der Kanten. Breite ca. 50 cm. Höhe 23 cm. KULTURGUT!Provenienz: Aus der Sammlung Axel Guttmann, Erworben 1993 bei rheinischem Kunsthändler
Zustand: III Fragen zum Los?