Los 9424
Brigadegeneral Jerzy Ferek-Błeszyński - polnischer Ehrensäbel M1921
Orden und Militaria ab 1919 | A108r | Präsenzauktion | 1467 Lose
Beschreibung
Leichte gekrümmte Rückenklinge mit beidseitiger Hohlbahn und zweischneidiger Spitze, beidseitig reich geätzt, mit floralen Mustern, der Mutter Gottes, dem Abzeichen der I. Brigade der Legionäre für treue Dienste sowie dem Militärorden Virtuti Militari. Außerdem die Inschrift mit seinem Namen "Jerzy Ferek Błeszyński Pulk.Dypl.", quartseitig am Ansatz datiert "Tarnopol 1 na 2 Czerwca 1919“ (Tarnopol 1. u. 2. Juni 1919). Eine besondere Klinge mit der einzigartigen Ätzung, entworfen von Antoni Dziedzicki im Jahr 1938 - der Klingenrücken zeigt die Inschrift "Pys.itraw.Kpt. Antoni Dziedzicki 1938". Der Künstler Antoni Dziedzicki ist für seine besonderen Klingen und einzigartigen Ätzungen bekannt. Schwarzer, belederter Griff mit dreifacher Drahtwicklung (eine Reihe unvollständig), der Griff und das Messingbügelgefäß nach dem Entwurf von Borowski Warszawa, die Stahlscheide mit Resten der Vernickelung, Gesamtlänge 94,5 cm. Sehr wahrscheinlich hat Jerzy Ferek-Błeszyński diesen Säbel bereits als Offizier getragen. Mit seiner Ernennung zum Brigadegeneral im März 1939 wurde dann die Klinge getauscht. Ein einzigartiger und extrem seltener Ehrensäbel für einen polnischen Brigadegeneral. Jerzy Seweryn Witold Ferek-Błeszyński (1888-1946) war ein Unabhängigkeitskämpfer, Geheimdienstoffizier, Politiker, hochdekorierter Legionärs-Offizier, Diplomat und Brigadegeneral der polnischen Armee. Seine militärische Laufbahn begann im August 1914 bei der I. Brigade der Polnischen Legionen. Nach Ende des 1. Weltkriegs trat er in das neu gegründete polnische Heer ein. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs diente er u.a. als kommissarischer Chef des Nachrichten-/Geheimdienstes und als Militärattaché in Paris von 1928 bis 1936. Bei Ausbruch des 2. Weltkriegs im Jahr 1939, wurde er von Marschall Śmigły-Rydz zum Kommandeur einer polnischen Division in Frankreich sowie zum kommissarischen Kommandanten des Ausbildungslagers Coëtquidan ernannt. Ab November 1939 war er ohne Kommando. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes wurde er im Januar 1942 in den Ruhestand versetzt. Ferek-Błeszyński wurde 1921 mit dem Silbernen Kreuz Virtuti Militari (Nr. 61) ausgezeichnet, der höchsten polnischen Militärauszeichnung für Heldentum und Mut im Krieg.Zustand: II Fragen zum Los?