Los 882

Seltenes androgynes Idol, Vorderasien, 3. – 2. Jtsd. v. Chr.

Kunst, Antiquitäten & Antiken | A108kua | Präsenzauktion | 1169 Lose

Beschreibung

Stein. Ausdrucksstark stilisierter länglich blockhafter Körper. Der Kopf oben mit Haaransatz, Augen, Nase, Mund fein dargestellt. Leicht verbreiterte weibliche Beckenregion. Deutlich herausgearbeitet sind die weiblichen und männlichen Geschlechtsmerkmale. Höhe: 7,9 cm, Gewicht: 58,6 g. Androgyne Idole vereinigen die beiden entgegengesetzten Prinzipien des Weiblichen und Männlichen in einem Wesen und symbolisieren dadurch eine ideale, göttliche Vollkommenheit und Ursprünglichkeit. Derartige, mit schöpferischer Kraft ausgestattete Wesen, sind Bestandteil zahlreicher Weltentstehungslegenden, doch sind entsprechende figürliche Idole, die von ihrer kultischen Verehrung zeugen, ausgesprochen selten. Literatur: Vgl. Andrea Raehs, Zur Ikonographie des Hermaphroditen. Begriff und Problem von Hermaphroditismus und Androgynie in der Kunst. Phil. Diss. Aachen 1987. S. 30-34. Ursula Prinz, Neuer Berliner Kunstverein (Hrsg.), Androgyn. Sehnsucht nach Vollkommenheit. Berlin 1987. KULTURGUT!

Provenienz: Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung Prof. Dr. P.M.R., zuvor Sammlung Prof. Dr. W. D., Berlin, von diesem zwischen 1960-1980 auf dem deutschen Kunstmarkt erworben.

Zustand: I - II Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Unsere Auktion "Kunst, Antiquitäten & Antiken" umfaßt 1172 Lose und findet am Montag, den 18. Mai 2026 in unseren Auktionsräumen in Grasbrunn bei München statt. Beginnzeiten, Vorbesichtigungsdaten sowie weitere Informationen finden Sie unten.