Los 3226
Bedeutender Augenzeugenbericht eines deutschen Offiziers von der Schlacht bei Borodino, datiert 12.9.1812
Orden und Militaria bis 1918 | A106m | Präsenzauktion | 862 Lose
Zuschlag € 500
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Doppelbogen aus grauem Papier (Maße 31,7 x 19,5 cm), in Tinte vierseitig eigenhändig beschriftet. Brief an die Eltern des 22-jährigen Karl Wilhelm Illing, Hauptmann der Infanterie bei den mit den Franzosen verbündeten deutschen Truppen. Oben datiert "Mosaik den 12ten Sept: 1812 / 100 Werste, oder 10 Meilen von Moscau". Detaillierte Schilderungen von Ereignissen im Vorfeld der Schlacht vom 7.9.1812, zum Beispiel "Das Schlachtvieh, welches die Russen nicht mitnehmen konnten, war erstochen, und in die wenigen Wasser-Behälter geworfen, die es hier giebt, und so unser letztes und bestes Erquickungs-Mittel verpestet. Die Straße, die von so vielen Armeen passiert war, war mit todten Menschen und Pferden bedeckt, der Gestank fürchterlich. Vom Brod war hier keine Rede ..." oder von der Hauptschlacht: "Kugeln regneten: der Tod machte fürchterliche Beute. Wir standen vor den Russischen Batterien. Bald standen wir zwischen Todten! Verwundete jammerten! Arme und Beine flogen!" und "Die Russen wurden mit dem Bajonett ermordet, wer nicht floh. Aber es waren der Batterien mehrere - Sturm auf Sturm!". Sein Resümee: "Erobert habe ich nichts, als meine complete Gesundheit, ich glaube daß sie das beste ist, was man haben kann.". Der Brief ist dem Alter entsprechend fleckig und zeigt Risse entlang der Faltspuren. Dazu ein Umschlag, in Tinte alt beschriftet als "Brief meines Großvaters Illing aus dem Jahre 1812", und eine komplette Transkription des Textes. Außerdem das Buch "1812 - Der Untergang der großen Armee und seine Vorgeschichte" von Theodor Rehtwisch, Berlin, um 1910. Seltene, höchst anschauliche Darstellung eines bedeutenden historischen Ereignisses.Provenienz: Direkt aus dem Familienbesitz von Lauenstein.
Zustand: III Fragen zum Los?