Los 4355
Chiffriermaschine "Enigma-K" für die Schweizer Armee, komplett mit Fernlesegerät im Holzkasten
Orden und Militaria ab 1919 | A106r | Präsenzauktion | 852 Lose
Zuschlag € 44.000
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Die Enigma in gutem, nahezu unberührtem Zustand. Sie wurde lediglich schonend gereinigt und überprüft und ist jetzt mechanisch und elektrisch voll funktionsfähig. Das Gehäuse mit dem originalen schwarzen Krauslack und verschraubter Seriennummer "873". Unter der Abdeckung der Batteriekasten ohne Batterie und ohne Korrosionsspuren. Dazu das passende funktionsfähige Netzteil von Stucki Bern mit den Anschlusskabeln im Holzkasten. Die Chiffrierwalzen (I, II und III) sowie die Umkehrwalze aus Bakelit mit Aluminiumhandrad und den lateinischen Buchstaben von A bis Z, jeweils mit der Seriennummer "K 760". Die Grundplatte mit der Seriennummer "369". Die Tastaturtreppe in der normalen QWERT-Reihenfolge, die Tasten mit intakten Glasscheiben und Abdeckringen. Die eingebauten Birnchen (flache Glaskolben) wurden speziell für die Enigma nachgefertigt. Beim Transportkasten (Maße 38 x 30 x 16 cm) zeigt das Holz Spuren der Lagerung, der Ledergriff und dessen Befestigung ergänzt. Im Deckel innenseitig die grüne Scheibe, das Hinweisschild, die Formblattklemme, die Ersatzlampenleiste mit zwölf nachgefertigten Birnen sowie ein dazugehöriges(?) Schloss. Die Enigma‑K wurde 1927 für den kommerziellen Gebrauch eingeführt. Ab 1938 wurden bei Heimsoeth & Rinke in Berlin die K-Modelle für die Schweizer Armee gefertigt. Sie hatten ein zusätzliches externes Lampenfeld, das sog. Fernlesegerät, und einen separaten Transformator für die permanente Stromversorgung, wozu es auch eines größeren Holzkastens (Schweizer Fertigung?) bedurfte. Ab 1940 wurde der Export zugunsten der Produktion für die Wehrmacht eingestellt. Die verbesserte Enigma-KD wurde ab Mitte des Krieges vom SS-Reichssicherheitshauptamt verwendet.Zustand: II + Fragen zum Los?