Los 5741

Ein Paar Luxus-Steinschlosspistolen aus der Gewehrkammer des Bayerischen Kurfürsten Karl Albert (1726-45), Johann Gottfried Kolbe in Suhl, um 1740

Rüstungen, Blankwaffen & antike Feuerwaffen | A104aw | Präsenzauktion | 1078 Lose

Beschreibung

Gebläute runde, mittig leicht eingezogene Läufe, siebenfach gezogene Seelen im Kaliber 16 mm. Vergoldetes Spinnenkorn, auf den abgesetzten Mittelschienen in Gold eingelegter Rankendekor. Über den Kammern jeweils die Darstellung eines Reiters über Bandwerk. Schlösser mit geschnittenem Rankendekor auf goldplattiertem Grund. Unter der Feder signiert "J.G.Kolbe". Leicht verschnittene Vollschäfte aus schön gemasertem Nussbaumholz. Reich reliefierte, silberne Garnituren. Silberne Daumenplatten mit fein gearbeiteten bayerischen Wappen mit zwei Kollanen und Fürstenhut. Eingeschobene hölzerne Ladestöcke mit silbernen Doppern. Beide Pistolen mit kleinem Spannungsriss am Vorderschaft im Bereich der Nasen. Länge je 52 cm. Karl Albrecht von Bayern (geboren 1697 in Brüssel, verstorben 1745 in München) war von 1726 bis 1745 Karl I. Kurfürst und Herzog von Bayern. 1741 bis 1743 wurde er zudem Karl III. König von Böhmen, und von 1742 bis zu seinem Tod Karl VII. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Johann Gottfried Kolbe, um 1730-53 als Büchsenmacher nachgewiesen, arbeitet zunächst von 1730-37 in London, unter anderem für den engl. König George II. Später war er in Suhl ansässig, fertigte Luxuswaffen für versch. europäische Fürstenhäuser.

Provenienz: Hermann-Historica, München, Auktion 35,Oktober 1997, Los 1400.

Zustand: II + Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Die Auktion startet am Mittwoch, dem 07. Mai 2025 um 10:00 Uhr. Die Vorbesichtigung findet vom 22.04. - 26.04.2025, sowie am Freitag, dem 02. Mai 2025, und Montag, dem 05. Mai 2025, in unseren Auktionsräumen am Bretonischen Ring 3 in 85630 Grasbrunn / München, jeweils von 11 bis 17 Uhr (MESZ), statt. Bitte vereinbaren Sie nach Möglichkeit einen Termin, um Wartezeiten zu vermeiden.