Los 4121

Wikingerschwert mit Tauschierung im Ringerike-Stil, ausgehendes 10. - frühes 11. Jhdt.

Kunst, Antiquitäten & Antiken | A104kua | Präsenzauktion | 958 Lose

Zuschlag € 14.000

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Beschreibung

Wikingerschwert vom Typ Petersen "L" bzw. Wheeler "VI". 81 cm langes Klingenblatt, in der Mitte seichte, breite Hohlkehle, die sich von der Parierstange bis kurz vor die Spitze zieht. Die Klinge verjüngt sich von 5,5 cm Breite unterhalb der Parierstange auf ca. 2 cm unmittelbar vor der Spitze mit leicht eingezogenen Seiten. Oberhalb des Klingenansatzes die langtrapezoide Griffangel, auf der unten eine an den Seiten leicht nach unten gekrümmte Parierstange aus massivem Eisen mit Tauschierung aufgesteckt ist. Am oberen Ende der Griffangel ein Knauf mit seitlich leicht nach oben gebogener Basis und dreigliedrigem oberen Abschnitt, gleichfalls mit Tauschierung. Die Tauschierung im Ringerike-Stil des frühen 11. Jahrhunderts: Die Parierstange beidseitig mit unterschiedlich gestalteten Wellenranken verziert, oben und unten begrenzt von einer Linie mit Fischgrätenmuster, dessen V-förmige, ineinandergeschobene Drahteinlagen alternierend aus Silber- und Kupferdraht gefertigt sind. Auf der Oberseite der Parierstange ein "tannenbaumartiges" Motiv mit Voluten an der Basis, ebenfalls zweifarbig aus Kupfer und Silber. Der Dekor des Knaufes auf beiden Seiten verschieden. Auf einer im unteren Abschnitt Wellenranken mit Spiralen, begrenzt durch Linien mit Fischgrätenmuster, auf der anderen Seite eine Wellenranke mit an den Enden gegabelten Windungen. Die Kerben auf dem Oberteil des dreigliedrigen Knaufes auf beiden Seiten durch eine Linie mit Fischgrätenmuster markiert, wieder zweifarbig aus Kupfer und Silber. Auf den Höhen der gewölbten Knuppen auf beiden Seiten unterschiedliche, wiederum zweifarbige Tierdarstellungen. Auf einer Seite mittig zwei ineinander verschlungene Fabelwesen mit Drachenleibern und seitlich je ein einwärts gewandter Raubvogelkopf mit Halsansatz. Auf der anderen Seite mittig eine "Palmette", seitlich je zwei auswärts gerichtete Vögel. Gesamtlänge 96,5 cm. Die Oberfläche mit Rostnarben, an den Kanten meist nur minimale Scharten, zwei größere auf einer Seite knapp unterhalb der Parierstange. Ansonsten fachmännisch restauriertes und stabilisiertes Schwert mit guter Eisensubstanz ohne jede Ergänzung. Ein selten schönes Exemplar eines Wikingerschwertes, das sich durch einen ausgefeilten, einzigartigen Dekor auszeichnet.

Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz (nachgelassen), übernommen aus einer Spezialsammlung mit Schwerpunkt auf Stichwaffen, erworben in den 1960er bis 1970er Jahren im Kunsthandel.

Zustand: II - Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Die Auktion startet am Dienstag, den 06. Mai 2025 um 10:00 Uhr. Die Vorbesichtigung findet vom 22.04. - 26.04.2025, sowie am Freitag, dem 02. Mai 2025, und am Montag, dem 05. Mai 2025, in unseren Auktionsräumen am Bretonischen Ring 3 in 85630 Grasbrunn / München, jeweils von 11 bis 17 Uhr (MESZ), statt. Bitte vereinbaren Sie nach Möglichkeit einen Termin, um Wartezeiten zu vermeiden.