Los 4042
Gladius vom Typus Mainz, Variante Fulham, mit erhaltener Knaufzier, römisch, frühes 1. Jhdt. n. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A104kua | Präsenzauktion | 958 Lose
Zuschlag € 6.000
Ähnliche Lose anzeigenBeschreibung
Römischer Gladius der Julisch-Claudischen Epoche vom Typus Mainz mit für die Variante Fulhalm typischer breiter Klinge. Die Klinge zur Mitte hin leicht eingezogen und vor der langgezogenen dreieckigen Spitze wieder leicht ausschwingend. Länge des Klingenbatts 48 cm. Unten 1,8 cm breite und 13 cm lange Griffangel, die sich nach oben verjüngt und durch eine silberne Knaufzier vom Typ "Magdalensberg" abgeschlossen ist. Gesamtlänge 61 cm. Die Knaufzier besteht aus einer kreisförmigen Scheibe von 18 mm Durchmesser, die auf der Oberseite zwei erhabene Randleisten besitzt. Darüber eine längsprofilierte Zwinge mit zwei seitlichen Ösen, in denen zwei geriefte Ringlein sitzen. Darüber eine kugelige Zwinge, die das Ende der eisernen Griffangel umschließt, das am oberen Ende minimal hervorragt. Höhe der silbernen Knaufzier 13 mm. Die Knaufzier vom Typ Magdalensberg spricht für eine eher frühe Datierung des Gladius in noch augusteische oder tiberische Zeit, wohingegen der Klingentyp noch bis zur Mitte des 1. Jahrhunderts reichen kann. Die Klinge fachmännisch restauriert und stabilisiert mit Rostnarben und leichten Scharten an der Klinge. Die Klinge lässt die Schmiedestruktur mit einer Art Längsdamaszierung erkennen. Insgesamt sehr gut erhaltenes Exemplar eines frühkaiserzeitlichen Gladius. Äußerst selten mit einer vollständig erhaltenen Knaufzier, zumal aus Silber.Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz (nachgelassen), übernommen aus einer Spezialsammlung mit Schwerpunkt auf Stichwaffen, erworben in den 1960er bis 1970er Jahren im Kunsthandel.
Zustand: II - Fragen zum Los?