Los 4026
Trinkschale mit Bemalung, süditalisch, spätes 4. Jhdt. v. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A104kua | Präsenzauktion | 958 Lose
Zuschlag € 1.600
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Rotfigurige Schale mit Standring und zwei leicht schräg nach oben gestellten, von der Mitte der Wandung ausgehenden, rundstabigen Henkeln mit rechtwinkligen Umbrüchen. Bemalung innen und außen. Innen entlang der Wandung ein Kranz. Der Boden nach innen abgesetzt und mit dem Bild eines über einer Blume nach links schreitenden Jünglings vor Altar bemalt. Der bekränzte Kopf zurückgewandt, auf Brust, linkem Oberschenkel und oberhalb der Knöchel Schmuckketten. In der linken und rechten Hand je ein Diadem mit Bändern (Hochzeitskronen?). Die Szene kann als Liebeswerbung gedeutet werden. Außen Palmetten zwischen den Ansätzen der Henkelstäbe. Zwischen den Henkeln von zwei Ranken eingefasst je eine bildliche Darstellung. Auf einer Seite wieder der gleich ausgestattete Jüngling, diesmal kniend mit Diadem in der Rechten und Kugel (Süßgebäck?) in der Linken. Rechts hinter ihm frei hängender Mantel. Auf der anderen Seite junge Frau auf Fels sitzend, der Unterkörper mit Gewandung bedeckt, der Oberköper frei. Sie trägt ein Diadem, Ohrringe, eine Halskette, Armringe und Fußschmuck und blickt in einen mit der ausgestreckten Linken gehaltenen Spiegel. In der nach unten gestreckten Hand eine Kugel (Süßgebäck). Hinter ihr im Feld Kranz, vor ihr ein Band mit herabhängenden Enden. Aphrodisische Szene mit Darstellung des Werbers und der Umworbenen. Durchmesser der Schale ohne Henkel 17,7 cm, mit Henkel 26,3 cm. Kleines, aber reizvolles Exemplar süditalischer rotfiguriger Keramik.Provenienz: Österreichischer Privatbesitz. Sammlungsgegenstände teils aus dem Besitz des Vaters übernommen (erworben 70er - 90er Jahre), teils vom aktuellen Besitzer im österreichischen und deutschen Kunsthandel und aus Privatsammlungen erworben (80er Jahre bis 2010).
Zustand: I - Fragen zum Los?