Los 14
Bronzestatue einer Frau mit Gefäß auf dem Kopf, baktrisch, Ende 3. - Anfang 2. Jtsd. v. Chr.
Kunst, Antiquitäten & Antiken | A100kua | Präsenzauktion | 749 Lose
Beschreibung
Bronzeplastik einer Frau mit langem, um die Hüften geschwungenem Tuch, das bis knapp vor die Knöchel reicht. Das Tuch durch zwei Ritzungen im unteren Abschnitt in drei Zonen gegliedert, die Oberfläche mit feinen Punktpunzen verziert, die eine Verzierung oder die Textur des Tuches darstellen. Der Oberkörper nackt mit zwei stilisierten Brüsten, deren Brustwarzen deutlich abgesetzt sind. In der Mitte des Bauches vom Nabel bis zur Brust eine Linie aus fischgrätenartig angeordneten Schraffuren, die wohl eine Körperbemalung oder ein Tattoo darstellen. Um den Hals ein Satz aus vier Reifen, der oberste und der unterste mit Zickzack-Muster verziert. Das Gesicht mit Augen, Augenbrauen, Nase und Mund markant und in eigenwilliger Stilisierung ausgearbeitet, die Frisur mit langen, streng nach hinten gekämmten Haaren im Nacken zu einem "fischschwanzförmigen" Dutt zusammengefasst, unter dem zwei Bänder zwischen den deutlich dargestellten Schulterblättern hängen. Die Rechte mit waagrecht gestelltem Unterarm angewinkelt, die Finger der Hand zu einem Kreis geformt, in den einst ein Gegenstand eingesteckt werden konnte. Die Linke über den Kopf zu einem doppelkonischen Gefäß mit Trichterrand geführt, dieses mit der Hand oberhalb des Umbruchs auf den Kopf haltend. Die Schulter des Gefäßes mit Kerbschnitt verziert, der zwischen den Vertiefungen plastisch hervortretende Zickzack-Bänder entstehen lässt. Gefäß und Kopf hohl gearbeitet. Sehr schöne, dunkelgrüne Patina, auf der Rückseite des unteren Gewandsaums und den darunter hervorschauenden Beinen sowie seitlich am Gefäß auf dem Kopf grasgrüne Oxydauflagen. Die Füße abgebrochen, sonst vollkommen intakt. Erhaltene Höhe 21,4 cm. Eindrucksvolle und anmutige Bronzeskulptur der zentralasiatischen Bronzezeit.Provenienz: Rheinische Privatsammlung.
Zustand: I - II Fragen zum Los?