Allgemeine Geschäftsbedingungen

Für den Versteigerungsablauf gelten unsere Allgemeinen Versteigerungsbedingungen. Sie werden Bestandteil der zustande kommenden Verträge. Die Allgemeinen Versteigerungsbedingungen sind nachfolgend abgedruckt und hängen zudem im Versteigerungslokal aus. Sowohl durch Ihre Teilnahme an der Versteigerung, als auch durch die Abgabe von Geboten erklären Sie sich mit der Geltung der Allgemeinen Versteigerungsbedingungen einverstanden.



  1. Die Firma Hermann Historica GmbH führt die Versteigerung als Vermittler durch (in fremdem Namen, für fremde Rechnung). Der Vertrag kommt daher mit dem Einlieferer zustande. Die Firma Hermann Historica GmbH versteigert keine Eigenware.

  2. Die Katalogbeschreibungen, wie auch mündlich abgegebene Erklärungen sind bzw. beinhalten keine Eigenschaftszusicherungen. Alle zur Versteigerung gelangenden Gegenstände sind gebraucht. Sie können vor der Auktion besichtigt und geprüft werden. Die Versteigerung der Auktionslose erfolgt in dem Zustand, in dem sie sich befinden, ohne Gewähr und Haftung für offene oder versteckte Mängel. Nach dem Zuschlag können Beanstandungen, gleich welcher Art, nicht mehr berücksichtigt werden. Wer gleichwohl Ansprüche geltend macht, hat diese gegen den Einlieferer als Vertragspartner zu richten.

  3. Schriftliche Kaufaufträge werden vom Versteigerer gewissenhaft, ohne Extraberechnung, aber ohne Gewähr ausgeführt. Gebote wie ‘bestens’, ‘in jedem Falle’ oder ähnlich haben nicht unbedingt Anspruch auf Zuschlag. Sicherer und deshalb zu empfehlen ist die Angabe eines Höchstpreises, der vom Versteigerer jedoch nur soweit in Anspruch genommen wird, als dies zur Überbietung anderer Gebote um eine Steigerungsstufe (rund 5 %) erforderlich ist. Zuschläge weit unter dem gebotenen Höchstpreis (oder, falls keine anderen Gebote vorliegen, zum Schätzpreis) sind deshalb möglich und in der Praxis häufig. In schriftlichen Aufträgen aus dem Ausland sollten stets Hinweise auf die Versandart (Luftpost, Wertdeklaration und ähnliches) enthalten sein, andernfalls trifft die Hermann Historica GmbH die Entscheidungen nach freiem Ermessen. Telefonbieter werden vor Aufruf der gewünschten Position angerufen, wenn hierzu rechtzeitig ein schriftlicher Auftrag vorliegt. Eine Haftung für Übertragungsfehler oder für das Zustandekommen der Telefonverbindung kann nicht übernommen werden.

  4. Der Versteigerer hat das Recht, Lose zu vereinigen, zu trennen, auszulassen, zurückzuziehen oder außerhalb der Reihenfolge auszubieten. Der Aufruf beginnt mit dem im Katalog ausgedruckten Preis. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf kein Übergebot abgegeben wird. Der Versteigerer kann sich den Zuschlag vorbehalten. Erfolgt ein Zuschlag unter Vorbehalt, so ist der Bieter vier Wochen an sein Gebot gebunden. Erhält er nicht innerhalb dieser Zeit den vorbehaltlosen Zuschlag, wird das Gebot hinfällig. Für das Wirksamwerden des Zuschlags genügt die schriftliche Rechnungsstellung an die vom Bieter genannte Adresse. Vorbehaltszuschläge erlöschen ohne Mitteilung oder Rückfrage beim Vorbehaltsbieter, wenn für das betreffende Los der Limitpreis geboten wird. Der Versteigerer kann den Zuschlag ohne Angabe von Gründen verweigern, so z. B. bei schriftlichen oder mündlichen Geboten von ihm unbekannten Bietern, wenn diese nicht vor der Versteigerung entsprechende Sicherheiten geleistet oder ausreichende Referenzen abgegeben haben; ferner bei Kunden, die sich in Abnahme- oder Zahlungsverzug befinden. Im Falle einer solchen Verweigerung des Zuschlags bleibt das unmittelbar vorher abgegebene Gebot verbindlich. Wenn mehrere Personen zugleich dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein Mehrgebot erfolgt, entscheidet das Los über den Zuschlag. Der Versteigerer ist befugt, den erteilten Zuschlag zurückzunehmen und den Zuschlag sofort zugunsten eines in seinem Ermessen stehenden bestimmten Bieters zu wiederholen oder die Sache neu auszubieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen worden ist oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Wenn ein Höchstbietender sein Gebot nicht gelten lassen will, so kann der Versteigerer diesem trotzdem den Zuschlag erteilen und die sich daraus ergebenden Rechte weiterverfolgen; er kann aber auch den Zuschlag auf das nächst niedrigere Gebot erteilen oder den Gegenstand neu aufrufen.

  5. Mit dem Zuschlag ist der Käufer verpflichtet, den Kaufpreis an die Hermann Historica GmbH zu entrichten. Die Hermann Historica GmbH ist vom Einlieferer ermächtigt, dessen Rechte aus dem Verkauf geltend zu machen (u. a. hat sie auch Inkassovollmacht). Jeder Bieter kauft im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Zuschlagsbetrag, einem Aufgeld von 23 % (inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer) und – bei Versand durch die Hermann Historica GmbH – den Kosten für Versicherung, Verpackung und Versand (inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer). Die Mehrwertsteuer kann - auch im Fall einer Aus-fuhr in ein Drittland - nicht erstattet werden. Für die Bestimmung des Zuschlagsbetrages ist das Versteigerungsprotokoll maßgebend. Der Kaufpreis ist sofort nach erfolgtem Zuschlag zur Zahlung in Euro fällig. Er ist grundsätzlich in bar zu entrichten. Auf die Identifizierungspflicht nach dem Geldwäschegesetz weist die Hermann Historica GmbH besonders hin. Bei Überweisung oder erfüllungshalber Zahlung durch Scheck gilt die Schuld erst in dem Zeitpunkt als erfüllt, wenn der Kaufpreis dem Konto der Hermann Historica GmbH endgültig gutgeschrieben worden ist. Ausländische Sorten oder Devisen werden zudem nur mit dem Betrag der Valutastellung hereingenommen, die die Bank dem Konto der Hermann Historica GmbH endgültig gutschreibt. Minderbeträge sind nachzuzahlen, Mehrbeträge werden erstattet. Bezahlung ist auch möglich mit Visa- oder Mastercard. Von den hierfür berechneten Servicegebühren geben wir an den Käufer einen Kostenanteil von 2,9 % weiter, der zum Rechnungsendbetrag addiert wird. Mit Ausnahme des Versteigerers haftet der Bieter, der als Stellvertreter eines anderen bietet, neben diesem persönlich aus dem zustande gekommenen Vertrag. Dies gilt auch, wenn die Rechnung auf den Namen eines anderen Kunden ausgestellt wird. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen sind wegen der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Überbelastung der Buchhaltung der Hermann Historica GmbH nur vorläufig und können daher später berichtigt werden. Die sich daraus ergebenden Mehr- oder Minderbeträge sind zu erstatten.

  6. Kommt der Käufer innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, gerät er generell ohne Mahnung in Verzug. Der Rechnungsbetrag erhöht sich dadurch um einen Zuschlag in Höhe von 2 % des Rechnungsbetrages, um eventuelle Mahn- und Inkassogebühren sowie Finanzierungskosten von 1 % je angebrochenem Monat. Kommt der Käufer seinen Zahlungsverpflichtungen trotz Mahnung nicht nach, so hat er den Verzugsschaden zu ersetzen. Macht der Versteigerer sein Recht auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung gemäß § 326 BGB geltend, so ist er berechtigt, das Versteigerungslos bei Gelegenheit nochmals zu versteigern. Beim Zuschlag an einen anderen Käufer erlöschen alle Rechte des bisherigen Käufers. Bei einer Wiederversteigerung gilt der bisherige Käufer als Einlieferer und hat für die Tätigkeit der Hermann Historica GmbH ein Abgeld von 20 % (inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer) bei Losen mit einem Zuschlagpreis von € 200 und darüber, bzw. ein Abgeld von 30 % (inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer) bei Losen mit einem Zuschlagpreis unter € 200, sowie sämtliche mit der erneuten Versteigerung anfallenden zusätzlichen Kosten zu zahlen. Auf den Mehrerlös hat er keinen Anspruch. Ein bei einer neuen Versteigerung erzielter Erlös ist auf den Zeitpunkt des Zahlungseingangs oder der Gutschrift bei der Hermann Historica GmbH nach Maßgabe des § 367 BGB auf die Schadensersatzschuld zu verrechnen. Der Versteigerer ist darüber hinaus berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Käufer trotz einer vom Versteigerer gesetzten angemessenen Frist den Kaufpreis nicht vollständig bezahlt und/oder innerhalb der vom Versteigerer gesetzten Frist die zugeschlagenen Gegenstände nicht abnimmt. Im Fall des Rücktritts ist der Versteigerer berechtigt, vom Käufer Schadenersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen. Der Schadenersatzanspruch umfasst insbesondere die angefallenen Kommissionen. Der Versteigerer ist berechtigt, hierfür einen Betrag in Höhe von 40 % der Zuschlagsumme als pauschalen Schaden ohne weitere Nachweise zu verlangen. Es ist dem Käufer jedoch der Nachweis gestattet, dass dem Versteigerer ein Schaden überhaupt nicht oder wesentlich niedriger als der geltend gemachte pauschalierte Schaden entstanden ist. Ebenso ist es dem Versteigerer gestattet, einen weiteren, insbesondere auch höheren als den pauschalierten Schaden nachzuweisen.

  7. Zugeschlagene Gegenstände sind am Tage des Zuschlags abzuholen. Mit dem Zuschlag geht jedwede Gefahr bezüglich des Loses (z. B. Beschädigung etc.) auf den Käufer über. Die Auslieferung der zugeschlagenen Gegenstände erfolgt grundsätzlich nur gegen Bezahlung des Kaufpreises. Wird ein zugeschlagener Gegenstand gleichwohl vor Bezahlung des Kaufpreises herausgegeben, so steht die Eigentumsübertragung unter der aufschiebenden Bedingung der vollständigen Zahlung des Kaufpreises an die Hermann Historica GmbH. Der Käufer ist keinesfalls zur Weiterveräußerung oder Verarbeitung dieses Veräußerungsgutes berechtigt. Werden die zugeschlagenen Gegenstände nicht abgeholt, so ist die Hermann Historica GmbH nach ihrer Wahl berechtigt, die ersteigerten Gegenstände bei sich oder einem Dritten einzulagern oder an den Käufer – auch per Nachnahme – zu versenden. Für den Fall der Einlagerung bei sich lagern die Gegenstände für Rechnung und auf Gefahr des Käufers. Eine Versicherung besteht nicht. Die Hermann Historica GmbH ist berechtigt, für die Lagerung einen Lagerzins zu verlangen, der dem am Lagerort durchschnittlich üblichen Lagerzins für die Einlagerung gleichartiger Gegenstände entspricht, zuzüglich der anfallenden Bearbeitungskosten. Für den Fall der Einlagerung bei einem Dritten erfolgt diese auf Namen, Kosten und Gefahr des Käufers. Im Falle des Versands erfolgt dieser ebenfalls auf Gefahr und Kosten des Käufers. Der Versteigerer versichert auf Kosten des Käufers die zu versendenden Gegenstände gegen die normalen Transportrisiken. Deshalb muss im Falle einer beschädigt eingehenden Sendung vom Käufer sofort eine Tatbestandsaufnahme des Zustellers veranlasst werden. Bei Nichtbeachtung dieses Erfordernisses entfällt die Haftung.

  8. Der Schaden, der aus Übermittlungsfehlern, Missverständnissen und Irrtümern im tele-grafischen, telefonischen, drahtlosen oder fernschriftlichen Verkehr mit den Bietern entsteht, trägt der Bieter, sofern der Schaden nicht von der Hermann Historica GmbH oder ihren Erfüllungsgehilfen vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde.

  9. Der Versteigerer behält sich vor, Personen ohne Angabe von Gründen von der Versteigerung auszuschließen, besonders solche, die während der Auktion Handel treiben, tauschen, störend hervortreten oder die in Abnahme- oder Zahlungsverzug stehen.

  10. Sämtliche Bedingungen gelten sinngemäß auch für den Freiverkauf oder freihändige Nachverkäufe.

  11. Der Käufer kann Forderungen gegen die Hermann Historica GmbH nur mit Verbindlichkeiten in derselben Währung und nur insoweit aufrechnen, als seine Forderungen unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.

  12. Die Geschäftsräume der Hermann Historica GmbH sind für beide Teile Erfüllungsort, wenn der Käufer Vollkaufmann ist oder es sich bei ihm um eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt oder sich sein Wohnsitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland befindet. Für den Versteigerungsvertrag und alle aus der Geschäftsverbindung zwischen dem Versteigerer und dem Käufer resultierenden Rechte und Pflichten gilt ausschließlich die Anwendung von deutschem Recht als vereinbart. Das einheitliche Gesetz über den internationalen Kauf beweglicher Sachen und das einheitliche Gesetz über den Abschluss von internationalen Kaufverträgen über bewegliche Sachen sowie das UN-Kaufrecht (CISG) gelten nicht.

  13. Für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche aus der Geschäftsverbindung mit Vollkaufleuten sowie für Ansprüche, die im Wege des Mahnverfahrens von der Hermann Historica GmbH geltend gemacht werden, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz der Hermann Historica GmbH. Der gleiche Gerichtsstand gilt, wenn der Käufer keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, nach Vertragsabschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt aus dem Inland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen – ausgenommen das Mahnverfahren – kann der Kläger wählen, ob er die Klage beim Amtsgericht oder Landgericht München I erheben will.

  14. Solange Kataloginhaber, Auktionsteilnehmer und Bieter sich nicht gegenteilig äußern, versichern sie, dass sie den Katalog und die darin abgebildeten Gegenstände aus der Zeit des Dritten Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr ver-fassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken erwerben (§§ 86a, 86 Strafgesetzbuch). Die Hermann Historica GmbH, ihre Versteigerer und Einlieferer bieten und geben diese Gegenstände nur unter diesen Voraussetzungen an bzw. ab.

  15. Alle durch Hermann Historica verkauften Objekte, die Materialien von bedrohten und geschützten Arten beinhalten, dürfen aus Deutschland in jedes Land innerhalb der Europäischen Gemeinschaft exportiert werden. Für die Ausfuhr dieser Waren – einschließlich Elfenbein, Schildpatt, Krokodilleder, Rhinozeroshorn etc. – aus der EU und ihre Einfuhr in Nicht-EU-Länder ist eine Genehmigung der zuständigen Behörde sowohl des Ausfuhr- als auch des Einfuhrlandes erforderlich. Käufer, die Objekte mit Materialien bedrohter Arten in ein Land einführen möchten, das kein Mitglied der Europäischen Gemeinschaft ist, sollten vor Abgabe eines Gebots die jeweiligen Zollbestimmungen und Verordnungen prüfen. Auf Wunsch kann Hermann Historica das Ausfuhr-/Wiederausfuhrdokument vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn gegen eine Bearbeitungsgebühr von € 150 je Los beantragen. Für die Einholung der Einfuhrgenehmigung ist ausschließlich der Käufer verantwortlich. Hermann Historica kann nicht gewährleisten, dass eine Ausfuhrgenehmigung erteilt wird. Die Bearbeitung kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Als Orientierungshilfe seien folgende Beispiele unlängst beantragter Genehmigungen genannt: Rhinozeroshorn: Es werden keine deutschen Ausfuhrgenehmigungen für Nicht-EU-Länder erteilt; Elfenbein: Deutsche Ausfuhrgenehmigungen werden von Fall zu Fall erteilt. US-Import: Gewerbliche Importe sind generell nicht zulässig, Ausnahmen für nichtgewerbliche Importe sind möglich. Ist der Käufer nicht in der Lage, ein Objekt mit Materialien bedrohter oder geschützter Tier- und Pflanzenarten aus- oder einzuführen, so stellt dies keinen hinreichenden Grund für einen Rücktritt vom Kauf dar. Bitte beachten Sie vor Gebotsabgabe Ihre jeweiligen nationalen Importbestimmungen.

  16. Objekte, die gemäß EU-Verordnung Nr. 3911/92 vom 09.12.1992 als Kulturgut klassifiziert werden, benötigen eine Bescheinigung für den Export aus der EU. Betroffen sind je nach Alter und Wert eine Vielzahl von Objekten, so z.B. archäologische Gegenstände, die älter als 100 Jahre sind, unabhängig vom Wert. Schusswaffen, Alte Waffen, Historische und Militärische Objekte, die älter als 50 Jahre sind, benötigen in der Regel erst ab einem Wert über 50.000 € eine solche Bescheinigung, der Versand jüngerer Objekte ist uneingeschränkt möglich. Ausfuhrgenehmigungen können auf Wunsch von der Hermann Historica GmbH beantragt werden, die Kosten pro Objekt betragen € 50, das Genehmigungsverfahren kann bis zu 6 Monate dauern.

  17. Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Bundesländer, ebenso wie deren Miniaturen, Bandstege, Knopflochschleifen und Bandschnallen, dürfen gemäß § 14 Abs. 3 Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen nur an Berechtigte abgegeben werden. Als Berechtigte gelten hierbei neben den Beliehenen auch alle diejenigen Personen, die im Besitz einer Sammelgenehmigung sind. Diese Sammelgenehmigung erteilt auf Anfrage die jeweils zuständige Behörde. (Die Zuständigkeit ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.) Die Erteilung einer solchen Genehmigung kann gemäß des Kommentars zum Gesetz von der zuständigen Behörde nur bei Vorliegen schwerwiegender Gründe verweigert werden. Mit Bestellung von Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik und ihrer Bundesländer versichert der Kunde, im ordnungsgemäßen Besitz einer solchen Sammelgenehmigung zu sein. Nur unter diesen Voraussetzungen werden Bestellungen akzeptiert.

  18. Waffenbesitzkartenpflichtige Schusswaffen können an inländische Kunden nur gegen Vorlage des Personalausweises und der entsprechenden Erwerbsberechtigung ausgehändigt werden. Für die Anzeige gemäß § 34 WaffG. wird eine Gebühr von € 10 je Kaufauftrag fällig. Ausländische Kunden erhalten die von ihnen ersteigerten Objekte nur auf dem Versandweg, vorausgesetzt, die notwendigen in- und ausländischen Bewilligungen liegen vor. Die Hermann Historica GmbH ist gerne bereit, gegen eine Pauschalgebühr von € 40 die Ausfuhrbewilligung für Sendungen in Mitgliedsländer der EU bzw. € 90 für Sendungen in Drittländer zu beantragen. Der rechtsverbindliche Zuschlag erfolgt ungeachtet des Vorhandenseins der entsprechenden Erwerbsberechtigung. Fehlt diese, haftet der Bieter für sein Gebot. Käufer mit Wohnsitz im Ausland sind für Einhaltung der Bestimmungen über Erwerb und Besitz von Waffen sowie von Kriegsmaterial an ihrem Wohnsitz selbst verantwortlich. Die Hermann Historica GmbH übernimmt im Schadenfall keine Haftung. Eine Funktionsprüfung der Schusswaffen findet nicht statt, sie werden im beschriebenen Zustand als Sammlerwaffen verkauft, ohne Garantie auf Sicherheit bei Gebrauch oder Lagerung. Der Käufer verpflichtet sich zu einer sorgfältigen Sicherheitsüberprüfung erworbener Schusswaffen. Die Fa. Hermann Historica übernimmt keinerlei Haftung für Sachbeschädigung oder Verletzung im Zusammenhang mit der Handhabung von Auktionsgut.

  19. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleiben die übrigen Bestimmungen gleichwohl gültig.



Einlieferungsbedingungen



  1. Der Einlieferer beauftragt und ermächtigt das Auktionshaus Hermann Historica GmbH (im Folgenden „Hermann Historica“ genannt) in seinem Namen und für seine Rechnung die in diesem Vertrag aufgelisteten Gegenstände zu versteigern oder zu verkaufen und an den Käufer zu übereignen (Versteigerungsvertrag). Der Einlieferer wird alleiniger Vertragspartner des über die Versteigerung oder den freihändigen Verkauf mit dem Käufer zustande kommenden Kaufvertrages. Hermann Historica handelt lediglich als Vermittler und Vertreter des Einlieferers. Für das Auftragsverhältnis zwischen dem Einlieferer und Hermann Historica gelten die nachstehend aufgeführten Einlieferungsbedingungen. Für die Versteigerung, Veräußerung und Übereignung der Objekte an den Käufer gelten die im Auktionskatalog abgedruckten und im Versteigerungslokal aushängenden und auf der Website „www.hermann-historica.com“ veröffentlichten Allgemeinen Versteigerungsbedingungen. Der Einlieferer bestätigt mit der Unterzeichnung des Versteigerungsvertrages, von den Allgemeinen Versteigerungsbedingungen Kenntnis genommen zu haben und akzeptiert diese.

  2. Die Hermann Historica erhält vom Einlieferer als Vergütung ein Abgeld von 20% (inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer). Berechnungsgrundlage hierfür ist der Zuschlagspreis. Bei einem Zuschlagspreis unter € 300 beträgt das Abgeld 30%. Das Abgeld wird mit Wirksamwerden des Zuschlags zur Zahlung fällig. Soweit eine Folgerechtsabgabe zu entrichten ist, hat der Einlieferer diese der Hermann Historica zu erstatten. Der Einlieferer tritt bereits mit der Unterzeichnung des Versteigerungsvertrages den künftigen Erlös aus der Versteigerung in Höhe des Abgeldes an die Hermann Historica ab, welche die Abtretung annimmt. Soweit die Hermann Historica an den Einlieferer Vorschusszahlungen auf den zu erwartenden Versteigerungserlös leistet, sind diese vom Einlieferer ab Erhalt vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung in Höhe des gesetzlichen Zinssatzes bis zur Auszahlung des Erlöses oder Zurückzahlung des Vorschusses zu verzinsen. Der Einlieferer tritt mit der Auszahlung des Vorschusses den künftigen Erlös aus der Versteigerung auch in Höhe des Vorschusses nebst Zinsen an die Hermann Historica ab, welche die Abtretung annimmt.

  3. Der Einlieferer versichert, dass er entweder Alleineigentümer der im Versteigerungsvertrag aufgeführten Versteigerungsobjekte ist oder er allein über die von ihm eingelieferten Objekte uneingeschränkt verfügen kann, die Objekte frei von Rechten Dritter sind und er die Objekte nicht unrechtmäßig erlangt hat. Sollte sich diese Zusicherung nach Aufnahme des Objekts in den Versteigerungskatalog als falsch erweisen, hat der Einlieferer an Hermann Historica eine Aufwandspauschale in Höhe des auf Basis des Startpreises berechneten Auf- und Abgeldes zu erstatten. Die Hermann Historica kann darüber hinaus vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz vom Einlieferer verlangen, sollten sich eingelieferte Objekte als unrechtmäßig erworben, insbesondere als gestohlen oder entgegen den Angaben des Einlieferers als Fälschung erweisen oder der Einlieferer in sonstiger Weise vorsätzlich oder fahrlässig falsche Angaben zu den Objekten gemacht haben. In diesem Fall hat der Einlieferer auch einen etwaig erlangten Versteigerungserlös an Hermann Historica für den Käufer zurückzuzahlen. Der Einlieferer übernimmt die volle Gewähr für die von ihm bezüglich der eingelieferten Objekte gemachten Angaben, insbesondere zu deren Zustand, Alter, Herkunft, zur Echtheit und sonstigen Eigenschaften. Der Einlieferer haftet daher für eventuelle Sach- und/ oder Rechtsmängel und stellt die Hermann Historica von allen Ansprüchen frei, die seitens Dritter geltend gemacht werden. Im Falle eines Rechtsstreits verpflichtet sich der Einlieferer, die anfallenden Rechtsverfolgungskosten einschließlich der Kosten einer erforderlichen Begutachtung zu bevorschussen.

  4. Die Art und Weise der Katalogbeschreibung sowie die Aufnahme von Fotos der eingelieferten Objekte in den Katalog steht im freien Ermessen der Hermann Historica. Die Katalogbeschreibungen werden unter Berücksichtigung der Angaben des Einlieferers nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen. Expertisen oder Sachverständigengutachten zum Wert und zur Echtheit der Objekte sind vom Einlieferer vorzulegen bzw. auf dessen Kosten einzuholen. Hermann Historica ist zur Einholung von derartigen Expertisen oder Gutachten nicht verpflichtet. Die Haftung der Hermann Historica und deren Mitarbeiter und Vertreter wegen fehlerhafter Beschreibung und Bewertung ist auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz beschränkt. Im Katalog wird, falls nichts anderes vereinbart, der von Hermann Historica für das Objekt ermittelte Startpreis angegeben, mit dem das Objekt auch aufgerufen wird. Der Startpreis ist gleichzeitig auch Mindestzuschlagspreis.

  5. Soweit für den Besitz oder die Veräußerung der Objekte öffentlich-rechtliche Genehmigungen erforderlich sind oder besondere Voraussetzungen für den Import nach Deutschland oder an den Versteigerungsort notwendig sind, hat der Einlieferer diese auf seine Kosten beizubringen bzw. zu erfüllen. Dies gilt insbesondere für die Einhaltung der Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) und die Bestimmungen der UN und der EU zu Kulturgütern. Die genannten Bestimmungen können ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität im Internet u.a. unter „www.hermannhistorica.com“ eingesehen werden.

  6. Die Hermann Historica hat für die Versendung der einzuliefernden Objekte vom Einlieferer bis zu den Geschäftsräumen der Hermann Historica eine Transportversicherung zu Gunsten der Einlieferer gegen Verlust und Beschädigungen abgeschlossen. Eine generelle Übernahme des Haftungsrisikos der Herman Historica für Transportschäden ist damit jedoch nicht verbunden. Der Einlieferer ist daher verpflichtet, sich bei der Hermann Historica vor jeder Versendung zu informieren, ob für die betreffenden Objekte die bestehende Transportversicherung ausreichenden Versicherungsschutz bietet. Die Hermann Historica hat eine allgemeine Sammellagerversicherung gegen Feuer, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl und Raub abgeschlossen. Der Versicherungsschutz beginnt im Zeitpunkt der Übergabe der zu versteigernden Objekte an die Hermann Historica. Sofern der Einlieferer eine Einzelversicherung wünscht, hat er diese auf seine Kosten selbst abzuschließen.

  7. Die Hermann Historica erteilt den Zuschlag gemäß den allgemeinen Versteigerungsbedingungen. Ein Zuschlag oder Verkauf unterhalb des Startpreises erfolgt nur mit Zustimmung des Einlieferers. Bei einem Zuschlag unter Vorbehalt kann der Einlieferer frühestens nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten sein Einverständnis mit dem Verkauf schriftlich gegenüber der Hermann Historica widerrufen. Gold- und Silbersachen können von Hermann Historica ausnahmsweise auch unter ihrem Metallwert zugeschlagen werden. Die Hermann Historica nimmt ca. 6 Wochen nach der Erteilung des endgültigen Zuschlages die Abrechnung und die Auszahlung des Guthabens an den Einlieferer vor, nicht jedoch bevor der Kaufpreis bei ihr eingegangen ist. Die Hermann Historica ist berechtigt aber nicht verpflichtet, im eigenen Namen alle Handlungen vorzunehmen, die zur Durchführung des Kaufvertrages einschließlich der gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche des Einlieferers erforderlich sind. Alle dabei anfallenden Kosten trägt der Einlieferer.

  8. Der Einlieferer ist an diesen Vertrag bis zwei Monaten nach dem Auktionstag gebunden und kann dann jederzeit und ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurücktreten. Der Einlieferer belässt die in der Auktion nicht verkauften Objekte nach dem Auktionstag noch zwei Monate bei der Hermann Historica zum freihändigen Verkauf. Mindestverkaufspreis ist dabei der Startpreis. Der Einlieferer hat im Falle des freihändigen Verkaufes die gleiche Vergütung wie im Falle der Versteigerung zu bezahlen. Der Einlieferer ist jedoch auch berechtigt, den Auftrag vor Ablauf der vorgenannten Frist ganz oder teilweise zurückzunehmen. Der Einlieferer hat in diesem Fall jedoch an Hermann Historica eine Aufwandspauschale in Höhe des Einliefererabgeldes (Nr. 2 dieser Bedingungen) und des Versteigereraufgeldes (Nr. 5 der Allgemeinen Versteigerungsbedingungen) zu bezahlen. Berechnungsgrundlage für Abgeld und Aufgeld ist der Startpreis.

  9. Objekte, die bei der Versteigerung nicht den Startpreis erzielt haben, können in einer der nächst folgenden Auktionen zu 80 % des ursprünglich vereinbarten Startpreises erneut angeboten werden, es sei denn, der Einlieferer widerspricht schriftlich dieser Handhabung innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Ende der Auktion. Im Übrigen gelten die Einlieferungsbedingungen für die Versteigerung in einer Folgeauktion sinngemäß. Für den Fall des erneuten Nichtverkaufs gelten diese Regelungen auch in Folgefällen.

  10. Die Hermann Historica hat frühestens zwei Monate nach Ende der Versteigerung ebenfalls das Recht, vom Versteigerungsvertrag zurückzutreten und nicht verkaufte Ware für Rechnung und Gefahr des Einlieferers zurückzusenden oder bis zur Abholung einzulagern oder mit beidem einen Spediteur zu beauftragen. Die Rücktrittserklärung bedarf der Textform. Nach dem Rücktritt anfallende Lager-, Transport- und Versicherungskosten hat der Einlieferer zu tragen.

  11. Erfüllungsort für alle Leistungen aus dem Vertrag zwischen dem Einlieferer und der Hermann Historica ist München. Soweit der Einlieferer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Versteigerungsvertrag München. Für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Einlieferer und der Hermann Historica gilt deutsches Recht, und zwar auch dann, wenn der Rechtsstreit im Ausland geführt wird. Die Bestimmungen des Gesetzes über den internationalen Kauf beweglicher Sachen und das UN-Kaufrecht (CISK) gelten nicht. München ist auch Gerichtsstand, wenn der Einlieferer keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland bei Vertragsschluss hat oder diesen später ins Ausland verlegt.

  12. Änderungen und Ergänzungen des Versteigerungsvertrages und dieser Bedingungen bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Abänderung des Schriftformerfordernisses. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleiben die übrigen Bestimmungen gleichwohl uneingeschränkt gültig. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt dann eine gültige Regelung, die wirtschaftlich dem gewollten Zweck am nächsten kommt.