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KELTEN, GERMANEN UND
EUROPÄISCHE EISENZEIT
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Beschläge eines silbernen Prunk
gürtels, ostkeltisch, Mitte bis 2. Hälfte
1. Jhdt. v. Chr.
Zwei Teile eines Prunkgürtels mit Silberplat-
tierung vom Typus Laminci A, Gruppe Jarak.
Eine rechteckige Beschlagplatte mit figürli-
cher Darstellung und ein monumentaler Gür-
telhaken waren durch einen hochrechteckigen
Eisenrahmen beweglich verbunden. Dessen
Längsseiten ruhten ursprünglich in seitlichen
Scharnierröhren der beiden Beschlagplatten.
Von dem Eisenrahmen ist nur eine Längsseite
in der Scharnierröhre des Gürtelhakens erhal-
ten.
1) Annähernd quadratische Beschlagplatte
eines Prunkgürtels aus Silber. Kräftiges Sil-
berblech, an Ober- und Unterkante U-förmig
umgebogen. Die umgebogenen Kanten auf
der Rückseite mit kleinen Löchern versehen.
Die Schauseite figürlich durch Treibarbeit von
unten her verziert: Außen Einrahmung durch
schräg gerieftes Band, auf den Ecken Kreisau-
gen. In den Zwickeln dieser Einrahmung vier
Löcher, in denen aufgrund der Oxydations-
spuren eiserne Nieten saßen, die mit runden
Kappen abgedeckt waren und deren Ränder
sich im Blech teilweise abgedrückt haben. In
der Mitte die Darstellung eines gegürteten
Reiters mit Waffen.
Die gesamte Figur mit allen Einzelteilen di-
rekt an der Außenseite des Umrisses mit einer
feinen Punktreihe, die von oben her punziert
worden ist, umgeben. Zusätzliche Punktrei-
hen entlang der Innenseite von Oberschen-
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Stegbeil und Lanzenspitze, mittlere
bis späte Bronzezeit, 15.-10. Jhdt. v. Chr.
Mittelbronzezeitliches Stegbeil mit minmal
gewölbtem, kräftigem Nacken, der nach ei-
nem sanft ansteigenden Steg zur deutlich ge-
wölbten Schneide auszipfelt. Markante Rand-
leisten. Sanfter Mittelgrat entlang der Klinge.
Bräunliche bis grüne Patina mit geringfügigen
Abplatzungen. Kanten von Randleisten und
Schneide mit minimalen Bestoßungen. Intakt.
Länge 15 cm.
Ferner eine Lanzenspitze mit langer Tülle, die
sich als gewölbte Mittelwulst in die weiden-
blattförmige Klinge hinein fortsetzt. Imoberen
Teil der Tülle zwei ungewöhnlich hoch sitzende
Nietlöcher. Oberfläche gereinigt und mit leich-
ten Korrosionsnarben. Schneiden mit minima-
len Scharten. Sonst intakt. Länge 19,7 cm.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung,
erworben in den 1980er Jahren im Kunst-
handel.
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€ 300
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