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setzte sich ursprünglich über das Deckblech aus Silber hinaus trapezoid
fort und endete in einemGürtelhaken. Die seitlichen Ränder des Silber-
blechs auf der Schauseite durch mit Kreisaugen gefüllte Doppellinien
abgeschlossen, welche von der Innenseite her getrieben sind. In der Mitte
eine markante, gleichfalls von innen her getriebene, profilierte Rippe
mit dachförmigem Querschnitt. Zu beiden Seiten dieser Rippe je eine,
oben und unten davon je fünf eiserne Niete, welche auf der Schauseite
ehemals Kappen trugen, von denen nur Oxydspuren der runden Ränder
erhalten sind. Am breiteren Ende ist das Silberblech nach innen um die
eiserne Grundplatte gebogen und bildet eine Scharnierhülse. Innerhalb
der Biegung eine eiserne Scharnierstange, mit der die Verschlussplatte
beweglich am Gürtel befestigt war. Auf der Innenseite die oxydierten
Reste der eisernen Grundplatte, welche teilweise die Basis der oben be-
schriebenen Nieten erkennen lassen. In der Oxydschicht Textilreste kon-
serviert. Länge im gebogenen Zustand 27,5 cm. Maximale Breite (Höhe)
18,3 cm. Außergewöhnlich gut erhaltenes Zierblech eines Prunkgürtels,
dessen große, spiegelnde Metallfläche auf der einstmals zugehörigen
Tracht einen auffälligen und beeindruckenden Akzent setzte.
Gürtel vom Typ Laminci waren vom Zentralbalkan bis in den nördli-
chen Schwarzmeerbereich hin verbreitete Luxusgegenstände einer ost-
keltischen oder keltisch beeinflussten, lokalen Bevölkerung, die u.a.
auch als wertvolle diplomatische Geschenke innerhalb dieser Bevöl-
kerungsgruppen interpretiert worden sind. ImZentralbalkan wohl Be-
standteil der Frauentracht. Für den östlichen Verbreitungsbereich wur-
de auch die Zugehörigkeit zur Männertracht erwogen. Ausgesprochen
imposantes Trachtzubehör des südosteuropäischen Barbarikums am
Vorabend der römischen Eroberung, das aufgrund der seltenen figürli-
chen Verzierung und der ungewöhnlichen Größe als außergewöhnlich
schönes und bedeutendes Spitzenexemplar seiner Gattung gelten darf.
Provenienz: Aus österreichischer Privatsammlung, erworben in den
1990er Jahren aus den Lagerbeständen eines österreichischen Kunst-
händlers.
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