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Vollgriffschwert, Späte Bronzezeit, spätes 12. -

11. Jhdt. v. Chr.

Bronzeschwert vom Typus Liptau, Variante III. Hauptsächlich in den

nördlichen Regionen Südosteuropas verbreiteter Typ. Zweiteilig gefer-

tigtes Schwert. Griff im Überfangguss über die Klinge mit Griffplatte

am oberen Ende angefügt und zusätzlich durch zwei seitliche Nieten

gesichert. Die weidenblattförmige, breite Klinge zieht direkt unterhalb

der Griffplatte deutlich auf 4 cm Breite ein, um sich zum Schwerpunkt

zwischen mittlerem und unterem Drittel der Klinge auf die maxima-

le Breite von 5 cm zu erweitern. Von dort aus konvergieren die leicht

gebauchten Schneiden kontinuierlich zur Spitze hin. Markanter Mit-

telgrat, der sich übergangslos aus dem Klingenblatt mit elegantem

Schwung erhebt. Parallel zu den Schneiden leicht nach innen versetzt

gravierte Doppellinie. Leicht gebauchter, sich konisch nach oben ver-

jüngender Dreiwulstgriff. Auf den durch drei Ritzlinien begrenzten

Wülsten metopenartig gegliedert Rechtecke mit abwechselnd horizon-

talen und vertikalen Ritzlinien. Der untere Teil des Griffes geht in zwei

halbkreisartig angeordnete Zargen mit Fischgrätmuster über, welche

die Griffplatte imÜberfangguss amRand bedecken. Am oberen Ende

eine auf einer Seite durchbohrte Scheibe mit zunächst konischem, nach

Knick abgerundetem Knauf, dieser mit rechtwinklig gegeneinander

versetzten Feldern aus parallelen Ritzlinien verziert. Auf der Scheibe

mit Ritzlinien gefüllte Dreiecke.

Leichte Abplatzungen der olivgrünen Patina des Griffes mit leicht

glänzender Oberfläche am Rand der Scheibe. Die Klinge vor allem

auf einer Seite mit schöner malachitfarbener Patina, mit vereinzelten

Kratzern und Abreibungen, die partiell den metallenen Untergrund

erscheinen lassen, und minimalen Scharten an den Schneiden.

Abgesehen von diesen geringfügigen Mängeln hervorragend erhalte-

nes Exemplar eines Schwertes dieses Typs. Länge 46 cm.

Provenienz: Aus österreichischer Privatsammlung, erworben in den

1990er Jahren aus österreichischer Sammlung.

A solid-hilted sword, late Bronze Age, late 12th – 11th century B.C.

Two-part bronze sword of Liptau type, commonly found in the nort-

hern regions of south east Europe. The grip cast over the blade with

a grip plate at the upper end and secured with two rivets on the side.

The broad, willow-leaf blade extending downwards, 4 cm wide below

the grip plate and 5 cm wide in the middle and lower third of the blade.

Pronounced medial ridge, rising up seamlessly from the blade in a gra-

ceful curve. A double line engraved in parallel to the cutting edges. The

slightly bulbous grip of three ribs tapering conically upwards. Square

panels arranged like metopes with alternate horizontal and vertical in-

cised lines on the bulging ridges, these bordered by three incised lines.

Two frames with a herringbone pattern arranged in a semi-circle on the

blade-side of the grip and the grip plate. At the top, a disc with a lateral

perforation and a conical pommel turning to round, embellished with

fields of parallel incised lines and triangles with incised hatching, set

at right angles. Minimal spalling in the olive-green patina of the grip,

with a slight sheen on the surface at the edge of the disc. The blade with a

beautiful malachite patina, particularly on one side. Occasional scrat-

ches and abrasions, revealing the metal base in places, and minimal

notches on the cutting edges.

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