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EUROPÄISCHE STEIN-

UND BRONZEZEIT

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Zeremonialbeil der Katakomben-

grab-Kultur, nördlicher Schwarzmeerraum,

2. Hälfte 3. Jtsd. v. Chr.

Ausgesprochen formschönes und fein zuge-

schliffenes Zeremonialbeil mit aufwändiger,

feiner Zeichnung aus tiefschwarzem, gebän-

derten Jaspis. In der Aufsicht von bootsför-

migem Umriss. Auf der Oberseite leicht nach

oben durchgebogen, der Nacken und die ge-

wölbte, stumpfe Schneide unten deutlich nach

unten ausgezogen. Der stumpfe Nacken ent-

lang des Randes durch eine feine Ritzlinie

markiert. Davor auf den Flanken kurz vor

dem Nacken eine bogenförmig nach hinten

ausgebauchte Ritzlinie. Zwischen diesen bei-

den Linien ist die Oberfläche abgetragen und

geringfügig tiefer gelegt, so dass eine feine

Profilierung entsteht. Ein ähnlicher Effekt

belebt die gesamte Fläche der Oberseite der

Steinaxt. Die Außenseiten durch zwei paral-

lel verlaufende, durch Ritzlinien begrenzte,

schmale Wülste hervorgehoben. Ebenso ge-

staltete Wülste rings um die zentrale Bohrung

und entlang der Mittelachse. Zwischen diesen

schmalen Wülsten ist die Oberfläche durch

aufwändige Schleifarbeit tiefergelegt, so dass

die gesamte Oberfläche eine ausgesprochen

feine und präzise Profilierung erfahren hat.

Länge 10,5 cm.

Die stumpfe Schneide, der außergewöhnliche,

natürlich tiefschwarze, fein gebänderte Stein

und die mit den technischen Mitteln der Zeit

nur durch immensen, wochenlangen Aufwand

zu erzielende feine Gestaltung der Oberfläche

machen das Stück zu einem herausragenden

Artefakt der frühen Bronzezeit des nördli-

chen Schwarzmeerraumes, das zweifelsohne

für rituelle Zwecke und nicht für den All-

tagsgebrauch gedacht war. Das Stück darf als

ausgesprochen seltenes und formvollendetes

Relikt frühbronzezeitlichen Kunsthandwerks

der Region von einzigartiger Qualität gelten.

Provenienz: Österreichische Privatsamm-

lung, erworben in den 1990er Jahren aus ös-

terreichischer Privatsammlung.

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