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der Vorderseite der Gekreuzigte, flankiert von Schriftzügen in Grie-
chisch. An den Enden der Kreuzarme Medaillons mit Brustbildern:
Oben der Erzengel Michael, links Maria und rechts der heilige Jo-
hannes. Unten vierte Büste. Auf der Rückseite die Maria Orans mit
erhobenen, vor der Brust gehaltenen Händen, flankiert von Schrift-
zügen in griechisch. An den Enden der Kreuzarme Medaillons mit
Brustbildern der vier Apostel. Dunkelgrüne Patina. Länge 10,3 cm.
Provenienz: Österreichische Privatsammlung, erworben in den 1990er
Jahren im Kunsthandel.
245696
II -
€ 600
3115
Silbervergoldeter, lilienförmiger Aufsatz, nordöstlicher
Schwarzmeerraum, Gebiet der Goldenen Horde, 13. - 14. Jhdt.
Hohl gearbeiteter, aber schwerer Beschlag, beidseitig mit gleichemOr-
nament verziert. Trapezoide Mündung mit eisernemNiet durchstoßen,
welcher der Befestigung des Aufsatzes diente. Seitlich breite, nach un-
ten gezogene Flügel, oben kleines Blatt in Pfeilspitzenform. Der Rand
durch Doppellinie, dazwischen feine Rippen, eingefasst.
Auf den beiden Flügeln mittig je ein Blatt mit Darstellung eines Strau-
ches mit Blättern, die aus einer gemeinsamen Basis in Form eines Drei-
passes entspringen. Im Dreipass ebenfalls Blätter. Im freien Feld dar-
über, in das kleine Blatt hineinreichend, ein weiteres Blatt mit reicher
Binnengliederung durch florale Motive.
Höhe 6,7 cm. 62,14 g.
3113
Hälfte eines silbernen Enkolpions, mittelbyzantinisch,
11. - 12. Jhdt.
Vorderseite eines konstantinopolitanischen Kreuzreliquiars mit Niel-
loeinlagen. Oben stark reduzierte Palmette. In denWinkeln des oberen
Kreuzarmendes Sonne undMond. In der Mitte der Gekreuzigte. Oben
am Kreuz eine „tabula ansata“ mit den griechischen Buchstaben I und
C (Anfang und Ende von Jesus Christus in Griechisch). Am Ende des
linken Kreuzarmes die Muttergottes stehend, am rechten Ende der hei-
lige Johannes. Unter den Armen des Gekreuzigten die Inschrift (in
Griechisch): „Sieh hier deine Mutter - Sieh hier dein Sohn“. Der Schä-
delberg Golgatha symbolisiert durch den Schädel Adams unter dem
Kreuzpodest. Links und rechts die Inschrift (in Griechisch): „Ort - des
Schädels“. Unten zwei Punkte, der Rest einer abgebrochenen Palmette,
wie sie den oberen Rand schmückte. Höhe 8,2 cm.
Seltener Typ eines Enkolpions, der von der jüngeren Forschung einer
Produktionsstätte in Konstantinopel zugewiesen worden ist.
Provenienz: Österreichische Privatsammlung, erworben in den 1990er
Jahren im Kunsthandel.
245702
II - III
€ 2.500
3114
Enkolpion aus Bronze, mittelbyzantinisch, 11. - 12. Jhdt.
Dreiteiliges Reliquiarkreuz. Kreuz aus zwei hohl gearbeiteten Hälf-
ten, oben und unten durch Scharnier verbunden. Im oberen Scharnier
ein beweglicher Anhänger doppelkonischer Form eingehängt. Auf
3116
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