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Porphyrtorso, römisch, 4. - 5. Jhdt.
Porphyrtorso mit nacktem Oberkörper, Hüften und Beine mit verde-
ckendem Gewand. Brust- und Bauchmuskulatur sind angedeutet, aber
nicht vollplastisch ausgearbeitet, sondern wirken spätantikemKunstwol-
len entsprechend flach. Die Gewandfalten besitzen eine deutlich größere
Tiefe als die Übergänge zwischen den Brust- und Bauchmuskeln. Ob-
wohl Kopf und rechter Arm fehlen und das Objekt links und unten ge-
brochen ist, handelt sich um einen eindrucksvollen Torso, gefertigt aus
dem rotemPorphyr der kaiserlichenMarmorbrüche Ägyptens. Oberflä-
che der Vorderseite unversehrt. Höhe 20,5 cm, mit Sockel 26,5 cm.
Provenienz: Aus österreichischem Kunsthandel. Ehedem englische
Privatsammlung, erworben in den 1980er Jahren, dann italienische
Privatsammlung.
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II - III
€ 4.000
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3080
Ein Paar Bronzestatuetten, Fackelträger, römisch, 2. - 3. Jhdt.
Zwei in ihrer Haltung gleiche, bronzene Fackelträger, lediglich beklei-
det mit einem über die rechte Schulter zur linken Taille herabfallenden
Fell. In der Rechten eine große, schwere Fackel tragend, die über die
rechte Schulter hinausreicht und über dem Kopf mit der erhobenen
Linken unterhalb der Flamme gesichert wird. Das linke Bein leicht
nach vorne gesetzt, die dadurch angedeutete Drehung des Körpers
wird durch die Wendung des Kopfes nach rechts unterstrichen. Beine
und erhobener linker Arm sind rundplastisch ausgeführt, der Rücken
der Figuren ist jedoch abgeflacht und war mittig mit einem Eisendorn
versehen, der zur Verzapfung an einem anderen Gegenstand diente.
Dieser Dorn ist nur noch bei einer Figur erhalten. Die Dekorierung
des Felles und die Gestaltung des Kopfes weisen leichte Unterschiede
auf. Das Oberteil der Fackel ist bei einer Figur nach vorne gebogen. Bei




