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MIT TELALTER UND NEUZEIT
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Bronzeskulptur eines Löwen, frühromanisch, 10. - 11. Jhdt.
Massive Bronzefigur. Einer von mehreren Füßen eines großen Ge-
fäßes. Löwe mit aufrecht stehenden Läufen. Diese auf den Außensei-
ten plastisch gestaltet. Die Innenseiten gerade und glatt. Kerben an
den Fußspitzen deuten die Krallen an. Das Gesicht extrem stilisiert
mit brillenartig hervortretenden Augenumrissen und -brauen. Die
eng anliegende Mähne durch breite Rillen in der Oberfläche darge-
stellt, deren Haare in wohl gruppierten Feldern herabfallen. Die Oh-
ren dreieckig innerhalb der Mähne und gleichfalls nicht plastisch her-
vortretend dargestellt. Auf dem Rücken breite Kerbe mit zwei exakt
rechtwinkligen Absätzen an der Seite zur Fixierung einer passgenauen
Steckvorrichtung am Boden des zu tragenden Gefäßes.
Provenienz: Aus österreichischer Privatsammlung, erworben in den
1990er Jahren aus den Lagerbeständen eines österreichischen Kunst-
händlers.
A Pre-Romanesque bronze sculpture of a lion, 10th – 11th century
Solid bronze statue. One of several feet belonging to a large vessel. The
lion with erect upright legs, the outsides of which are fully sculptured.
The inner surfaces straight and smooth. Notches on the ends of the feet
indicating the claws. The face exaggeratedly stylised, with protruding
outlined eyes and eyebrows like spectacles. The closely flowing mane
represented by wide grooves in the surface, the hair falling in well-ar-
ranged groups of locks. The triangular-shaped ears denoted within the
mane, likewise not fully sculptured. A broad indentation on the lion’s
back, with two precisely right-angled recesses at the side to accommo-
date a custom-fit lug on the base of the supported vessel.
P
rovenance
:
Private Austrian collection, acquired from the stock of
an Austrian art dealer during the 1990s.
245722
II -
€ 3.000
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Drei Siegburger Gefäße, eines mit figürlichen Medaillons,
15. - 16. Jhdt., und römische Schüssel
Ein Krug aus sienafarbenem Ton mit gewelltem Standring. Leicht ge-
wölbter Bauch, der in einen breiten Hals übergeht. Dieser oben durch
einen verstärkten, leicht profilierten Rand abgeschlossen. Unterrand-
ständiger Bandhenkel mit Kannelur auf der Mitte, in seichtem Bogen
leicht schräg zur Schulter geführt. Horizontale Kanneluren auf Hals
und Bauch. Geringfügige Ausbrüche und Abplatzungen an Standring
und Randlippe. Sonst intakt. Höhe 22,3 cm.
Ein kleiner Topf aus dunkelbraunem Steinzeug mit nach außen gestell-
tem Standring, in dessen Innerem am Boden ein Wirbel. Gewölbter
Bauch mit hoch liegender Schulter, darüber minimal trichterförmiger
Hals mit drei spiralförmig angeordneten Rippen. Profilierter, nach
außen verkröpfter Rand. Geringfügige Abplatzungen am Standring,
sonst intakt. Höhe 13,5 cm.
Ein renaissancezeitlicher Trichterbecher aus weißem Steinzeug. Ho-
her Fuß mit nach außen gestelltemWellenrandboden. Symmetrisch ge-
wölbter Bauch mit drei Medaillons und kleinem Bandhenkel auf Höhe
des Umbruchs. Darüber hoher Trichterrand. EinMedaillon rechts vom
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