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Miniatur eines silbernes Wein
siebchens, merowingisch, 5. - 6. Jhdt.
Wohl als Amulett getragene Miniatur eines
Weinsiebchens, mit dem Gewürze beim Ein-
gießen in das Trinkbehältnis herausgefiltert
wurden. Breiter, leicht trapezoider, flacher
Stiel; oben durch mit drei Wülsten profilierte
Ringöse abgeschlossen. Auf der Schauseite
mittig fünf und am Übergang zum Siebschüs-
selchen flankierend zwei Kreisaugen. Das
sphärische Schüsselchen mit 9 Löchern durch-
bohrt, der flach nach außen gestellte Rand mit
Dreieckspunzen verziert. Länge 3,4 cm. Reiz-
volles, ausgezeichnet erhaltenes Amulett der
Völkerwanderungszeit aus Edelmetall.
Provenienz: Aus österreichischer Privat-
sammlung, erworben in den 1990er Jahren aus
den Lagerbeständen eines österreichischen
Kunsthändlers.
245706
II
€ 600
3150
Drei Schwertperlen, germanisch,
3. - 5. Jhdt.
Zwei linsenförmige Exemplare aus zugeschlif-
fenen Halbedelsteinen mit zentraler Durch-
bohrung. Das flachere, nur leicht gewölbte
Stück mit 6,5 cm Durchmesser hat einen ca.
3 mm hohen, flachen Rand. Intakt. Das dicke-
re, stärker gewölbte Stück mit 6,3 cm Durch-
messer ebenfalls mit einem 3 mm hohen, aber
leicht gewölbten Rand versehen. Auf zwei Sei-
ten ausgebrochen, auf einer besonders stark.
In der Bohrung steckt ein kräftiger Draht
mit Endknopf, der auf der Unterseite recht-
winklig umgebogen ist und zur Befestigung
am Schwertgehänge diente. Das Ende dünn
ausgeschmiedet, zu einer Schlaufe gebogen
und schließlich um den Draht unterhalb der
Schlaufe in mehreren Windungen gewickelt.
Ein drittes, kugeliges Exemplar mit Bohrung.
Durchmesser 1,2 cm. Intakt.
Schwertperlen mit Amulettcharakter tauchen
seit dem 3. Jhdt. unter sarmatischem Einfluss
in germanischen Bestattungen mit Schwert-
beigabe auf und sind vor allem im 5. Jhdt. weit
verbreitet.
Provenienz: Österreichische Privatsamm-
lung, erworben in den 1990er Jahren aus ös-
terreichischer Privatsammlung.
245750
II -
€ 400
110
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3151
3150




