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3149

Miniatur eines silbernes Wein­

siebchens, merowingisch, 5. - 6. Jhdt.

Wohl als Amulett getragene Miniatur eines

Weinsiebchens, mit dem Gewürze beim Ein-

gießen in das Trinkbehältnis herausgefiltert

wurden. Breiter, leicht trapezoider, flacher

Stiel; oben durch mit drei Wülsten profilierte

Ringöse abgeschlossen. Auf der Schauseite

mittig fünf und am Übergang zum Siebschüs-

selchen flankierend zwei Kreisaugen. Das

sphärische Schüsselchen mit 9 Löchern durch-

bohrt, der flach nach außen gestellte Rand mit

Dreieckspunzen verziert. Länge 3,4 cm. Reiz-

volles, ausgezeichnet erhaltenes Amulett der

Völkerwanderungszeit aus Edelmetall.

Provenienz: Aus österreichischer Privat-

sammlung, erworben in den 1990er Jahren aus

den Lagerbeständen eines österreichischen

Kunsthändlers.

245706

II

€ 600

3150

Drei Schwertperlen, germanisch,

3. - 5. Jhdt.

Zwei linsenförmige Exemplare aus zugeschlif-

fenen Halbedelsteinen mit zentraler Durch-

bohrung. Das flachere, nur leicht gewölbte

Stück mit 6,5 cm Durchmesser hat einen ca.

3 mm hohen, flachen Rand. Intakt. Das dicke-

re, stärker gewölbte Stück mit 6,3 cm Durch-

messer ebenfalls mit einem 3 mm hohen, aber

leicht gewölbten Rand versehen. Auf zwei Sei-

ten ausgebrochen, auf einer besonders stark.

In der Bohrung steckt ein kräftiger Draht

mit Endknopf, der auf der Unterseite recht-

winklig umgebogen ist und zur Befestigung

am Schwertgehänge diente. Das Ende dünn

ausgeschmiedet, zu einer Schlaufe gebogen

und schließlich um den Draht unterhalb der

Schlaufe in mehreren Windungen gewickelt.

Ein drittes, kugeliges Exemplar mit Bohrung.

Durchmesser 1,2 cm. Intakt.

Schwertperlen mit Amulettcharakter tauchen

seit dem 3. Jhdt. unter sarmatischem Einfluss

in germanischen Bestattungen mit Schwert-

beigabe auf und sind vor allem im 5. Jhdt. weit

verbreitet.

Provenienz: Österreichische Privatsamm-

lung, erworben in den 1990er Jahren aus ös-

terreichischer Privatsammlung.

245750

II -

€ 400

110

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3151

3150