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durch Wechsel aus Riefen und kräftigen Rip-
pen stilisiert, unten vertikal, oben horizontal,
darüber in einem Bogen Kreisaugen, seitlich
von Bögen flankiert. Höhe 12,5 cm, Breite
19 cm. Äußerst seltene Variante einer Taino-
Skulptur.
Provenienz: Aus der Sammlung eines süd-
deutschen Künstlers, erworben in den 1960er
Jahren im Kunsthandel.
246780
II -
€ 1.200
3162
Steinskulptur eines hockenden
Menschen mit Vogel auf dem Kopf, Taino-
Kultur, 11. - 15. Jhdt.
Expressive Skulptur aus schwarzem Felsge-
stein. Am Boden mit angewinkelten Beinen
und Armen kauernder Mensch, die Hände
oberhalb der Knie seitlich an die Brust ge-
führt. Das ausdrucksstark gestaltete, brei-
te Gesicht mit dem Kinn zur Brust geführt.
Breite, flache Nase. Der breite, geöffnete
Mund und die taucherbrillenartig gestalteten
Augenhöhlen innen durch Pickung aufgeraut,
die einen Kontrast zur sonst glatten Oberflä-
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Skulptur in Gestalt eines Misch
wesens mit Flügeln, Taino-Kultur, Karibik,
11. - 15. Jhdt.
Eindrucksvolle Skulptur aus schwarzem Fels-
gestein. Die angewinkelten und langen unte-
ren Gliedmaßen gleichen auffällig den ebenso
stilisierten Gliedmaßen menschlicher Wesen
dieser Kultur, sodass eine Interpretation als
Mischwesen („Vogelmensch“) denkbar ist.
In der Mitte maskenhaft stilisierter Kopf.
Die Profilierung um die kreisrunden Augen
gleicht einer Taucherbrille. Das Innere der
Augen und die schmalen Zonen zwischen
diesen und dem herum gelegten Außenprofil
durch Pickung aufgeraut, was einen Kontrast
zur stärker polierten sonstigen Oberfläche be-
wirkt. Oberhalb der Augen Kreis inmitten ei-
nes spitzovalen Feldes mit vertikalen Rippen.
Zwischen den Augen ein schmaler, weit nach
unten gezogener Schnabel mit zwei seitlichen
Löchern, unten leicht geöffnet. Die sonst im-
mer extrem breit gezogenen Münder mensch-
licher Wesen legen hier die Darstellung eines
Schnabels nahe. Seitlich Flügel, das Gefieder
che bildet. Seitlich abstehende Ohrmuscheln.
Auf dem Kopf ein Vogel mit langem Schna-
bel, mit den Flügeln die Schädeldecke umfas-
send. auf den Flügeln deuten Ritzungen das
Gefieder an. Doppellinien am Armgelenk
und Oberarm können als Schmuck interpre-
tiert werden. Das Rückgrat durch Kerben
deutlich herausgearbeitet, die Rippen durch
drei seitliche Ritzlinien stilisiert. Konisch
nach unten sich verjüngende, schmale Basis,
auf der vorne Ritzlinien Füße und Zehen
darstellen. Weit überdurchschnittlich gut ge-
lungene Taino-Skulptur von archaischer Aus-
strahlungskraft. Höhe 14,5 cm.
Provenienz: Aus der Sammlung eines süd-
deutschen Künstlers, erworben in den 1960er
Jahren im Kunsthandel.
246794
II -
€ 800
3163
Kokainsauger in anthropomorpher
Gestalt, Taino-Kultur, Karibik, 10. - 15. Jhdt.
Stilisierte, menschliche Figur aus Quarzit.
Zwei Beine mit zur Seite nach außen gestell-
ten Füßen. Auf der Vorderseite zwei Arme mit
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