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aus Eisen, Fischhauthilze (berieben, kleine
Fehlstellen), Drahtwicklung, Eisenscheide
(narbig, beschliffen, Dellen) mit einer Trage
öse. Dazu ein formal ähnlicher, ungemarkter
Pallasch des 19. Jhdts. mit schwach erkenn
barer Doppeladlerätzung an der Rückenklin-
ge, gelochtes Eisengefäß, Hilze mit neuem
Lederbezug, Eisenscheide (narbig, Dellen)
mit Buckeln an den Ringbändern. Leicht be-
schädigt, Altersspuren. Länge 107 und 99 cm.
243020
II - III
€ 200
6690
Ehrengeschenk-Säbel des
k.u.k. Dragonerregimentes
„Herzog von Lothringen” Nr. 7, um 1910
In der Art des M 1904, Offizier, Kavallerie,
Luxus-Ausführung. Die gekehlte Klinge mit
Damaststruktur, dem Regimentsspruch „Der
Brüder Stolz, der Feinde Schreck” und den ein-
6688
Säbel M 1904 für Offiziere
der Kavallerie
Leicht gekrümmte, vernickelte Steckrücken-
klinge mit Schör (partiell narbig), beidseitige
Rankenätzung. Durchbrochen gearbeitetes,
vernickeltes Stahlkorbgefäß mit Doppeladler.
Fischhauthilze (berieben) mit Drahtwicklung.
Gerippter Knauf mit eingestochenem Träger-
monogramm „MH”. Vernickelte Stahlscheide
(Dellen) mit starrem Tragering. Trage- und
Altersspuren. Länge 103 cm.
Elegante Variante dieses Säbelmodells.
243004
II
€ 300
6689
Säbel M 1904 für Mannschaften
der Kavallerie und Pallasch
Kräftige, leicht geschwungene Steckrücken-
klinge mit Wiener Abnahmemarke und Stem-
pel „3 D R”, mehrfach gelochtes Korbgefäß
6688
6689
geätzten Namen der Regimentsoffiziere, dar-
unter Franz Lobkowitz, Arenstorff, Aichel-
burg etc., an der Spitze zweischneidig und leicht
gegratet, über der Wurzel eingeschlagene
Bezeichnung „Carl Grasser - Hof- & Armee
Waffenfabrik” (Lieferant) sowie „Weyersberg
& Co. Solingen” (Hersteller). Das Stahl-
gefäß silberfarben vernickelt, sehr fein durch-
brochen und graviert mit dem gekrönten
österreichischen Doppeladler und einem
Portraitmedaillon Karls V. Leopold (1643 -
1690), Titularherzog von Lothringen und Bar
mit entsprechender Umschrift, als Petschaft
verwendbarer Knauf mit geschnittenemAdels-
wappen, der Griff mit Fischhaut bespannt,
Silberdrahtwicklung, Zwinge, anhängendes
Portepee mit dem Monogramm des Kaisers
Franz Joseph I. Die Stahlscheide ebenfalls ver-
nickelt. Gesamtlänge des Säbels 98 cm.
Je nach finanziellen Möglichkeiten und Vor
lieben der Schenker wurden anstelle des regle-
mentarischen Modells Säbel mit künstlerisch
gestaltetenGefäßen und hochwertigenKlingen
in Auftrag gegeben, so wählten die Offiziere
für Luxusanfertigungen spezielle Motive,
z.B. den hl. Georg (Schutzpatron der Kavalle-
rie), die hl. Barbara (Schutzpatronin der Artil-
lerie), den kaiserlichen Doppeladler oder das
königlich ungarische Wappen.
Das k.u.k. Dragonerregiment „Herzog von
Lothringen” Nr. 7 gehörte zu den ehrenvollsten
der k.u.k. Monarchie. Erzherzog Carl Franz
Joseph von Österreich (nachmaliger Kaiser
Karl I. vonÖsterreich, König vonUngarn, Böh-
men etc.) wurde im Jahr 1909 im Zuge seiner
Offiziersausbildung vomUlanenregiment Nr. 2
zum Dragonerregiment Nr. 7 abkommandiert.
In diesemverblieb er bis in das Jahr 1913. Eben-
falls heiratete Erzherzog Carl in dieser Uniform
Prinzessin Zita von Bourbon-Parma. Bis zu sei-
nemTode im Jahre 1922 war ihmPrinz Zdenko
von Lobkowitz, welcher ebenfalls in diesemRe-
giment diente, als Kammervorsteher zugeteilt.
Alljährlich hält das Regiment im Zuge der
Frühjahrsparade Anfang April eine Gedenk-
messe für den Kaiser ab.
Vgl einen ähnlichen Säbel in der Waffen-
sammlung Carl Beck - Sursee (http://www.
waffensammlung-beck.ch/waffe69.html).
Außergewöhnlicher, bedeutender Luxus-Ge-
schenksäbel.




