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Exerzierens zu Pferd und zu Fuß bei Paraden,

auf Märschen, im Gefecht, Kommandos zum

Laden von Gewehr und Pistole sowie zum

Granatenwerfen. In solidem, neuemEinband,

Maße 36 x 24,5 x 2,5 cm. Teilweise leicht

fleckig, vereinzelt restaurierte Risse, ins­

gesamt schön erhalten mit farbfrischen Illu­

strationen. Hochinteressantes Unikat zur

Militärgeschichte des 18. Jhdts.

Robert Scipio Freiherr von Lentulus (1714 -

1786) trat 1728 als Fähnrich in das österreichi­

sche Dragonerregiment von Philippi ein, das

die erste Station seiner eindrucksvollen Kar­

riere bildete und dem das vorliegende Manu­

skript gewidmet ist. Lentulus zeigt sich nach

den Quellen als hochtalentierter, couragierter

und gebildeter Kavallerieoffizier, der sowohl

in österreichischen und preußischen als auch

zuletzt in schweizerischen Diensten Ruhm er­

warb. Er war in der österreichischen Armee

u. a. an Kämpfen gegen die Türken beteiligt

und in preußischen Diensten an den Schlach­

ten bei Prag, Kolin, Roßbach und Leuthen. Er

war Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen

Adler und stand in der Gunst von König

1697 Oberbefehlshaber in den Türkenkriegen,

1701 - 1714 gemeinsam mit dem Herzog von

Marlborough Oberkommandierender der an­

tifranzösischen Koalition im Spanischen Erb­

folgekrieg und erneut Feldherr imKrieg gegen

die Osmanen 1714-18. Ab 1718 übt er in Wien

das Amt des Hofkriegsratspräsidenten aus

und ist zudem bis 1724 Statthalter in den öster­

reichischen Niederlanden.

Sehr seltener Autograph.

237163

II -

€ 1.500

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Robert Scipio Freiherr von Lentulus -

handschriftliches Reglement des Dragoner­

regiments von Philippi, datiert 1739

Manuskript von 168 Seiten, dabei 28 ganz­

seitige Tafeln. Tinte auf Papier, Illustrationen

farbig und golden handkoloriert, betitelt „Be­

schreibung eines Dragoner Exercity zu Pferdt,

und zu Fuß, mit Figuren abgetheillet”, auf dem

Titelblatt bezeichnet „Lentulus Ao 1739.” Auf

dem folgenden Blatt werden die Darstellun­

gen dem „Löbl: General Feldtwachtmeister

Graff Phillippyschen Dragonner Regiment”

zugeordnet. Anschauliche Darstellung des

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Prinz Eugen von Savoyen (1663 -

1736) - eigenhändig signierter Brief des

Feldherrn aus dem Jahr 1725

Doppelbogen aus Büttenpapier, eine Seite mit

Ausschnitt, in Tinte verfasster Text. Prinz

Eugen antwortet einem „Kammer Rath” auf

ein Schreiben vom 15.9.1725, in dem dieser die

Zahlung einer „Gage” anmahnt, und be­

schwert sich „Ich begreife zwar nicht wir der

Herr Kammer Rath iz. ganze iahr wohl habe

Verstreichen lassen mögen, ohne sich nicht

ehender als iezo erst, wo die Summa so groß,

und mithin die entrichtung immer Beschwär­

licher worden ist, darumben anzumelden.”.

Datiert „Wienn den 24. 9bris 1725” und mit

eigehändiger Tintenunterschrift „Eugenio

von Savoy”. Zum Kuvert gefaltet, rs. in

Französisch adressiert an „Monsieur Daiser

de Siellpach, Cons. de la Chambre de

l‘Autriche Sup.re...” in „Insprugg” und nur

leicht beschädigtes Wachssiegel mit dem ge­

krönten Wappen des Prinzen in der Kollane

des Ordens vom Goldenen Vlies.

Prinz Eugen von Savoyen-Carignan, einer der

bedeutendsten Feldherrn des 17. und 18. Jhdts.

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