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6372
Löwenkopfsäbel für Offiziere der leichten Kavallerie, um 1800
Elegant geschwungene, kräftige Rückenklinge à la Montmorency mit
Jelman und zweischneidiger Pandurenspitze, beidseitig in der oberen
Hälfte vergoldete Zierätzungen auf gebläutem Grund (berieben).
Messingbügelgefäß (nachvernietet, etwas verbogen) mit Löwenkopf-
knauf, spitzovale „Mitteleisen”, belederte Hilze mit feiner Messing-
drahtwicklung. Scheide aus Messing (kleine Dellen) mit zwei beweg
lichen Trageringen und eisernem Schlepper. Länge 100 cm.
244370
II
€ 600
6373
Säbel für Offiziere der leichten Kavallerie, um 1800
Elegant geschwungene Rückenklinge (partiell narbig) mit beidseitiger
Hohlbahn und zweischneidiger Spitze, im oberen Viertel beidseitig
geätzt, vergoldet und gebläut (berieben), an der Wurzel die Hersteller-
signatur „S & K” (= Schnitzler & Kirschbaum, Solingen). Messing-
Bügelgefäß mit gewaffeltem Holzgriff und Palmettendekor. Messing-
scheide (Dellen) mit zwei beweglichen Trageringen. Gut erhaltener,
lang geführter Säbel mit deutlichen Tragespuren. Länge 103 cm.
245097
II
€ 1.150
6374
Infanteriegewehr M 1777, Erinnerungsstück eines Veteranen
der 7. Legion der Gendarmerie Imperiale
Glatter Lauf im Kaliber 18 mm. Steinschloss mit Messingpfanne, auf
der Schlossplatte Herstellerbezeichnung „Mutzig”. Vollschaft mit ei-
serner Garnitur. Eiserner Ladestock. Alters- und Gebrauchsspuren,
Schaft mit alter Reparatur im Bereich des Schwanzschraubenblattes
und kleinen Fehlstellen entlang der Laufbettung. Länge 151 cm. Dazu
ein Tüllenbajonett mit Dreikantklinge. Länge 53 cm.
Zwei Drittel des Schaftes aufwändig in naivem Stil beschnitzt. Der
Kolben beidseitig mit Trophäenbündeln bzw. die Wangenmulde mit
einem stilisierten Tschakoemblem verziert, um das Schwanzschrauben-
blatt Reste einer Inschrift „[...] IMP [...] GALL [...]”. Auf der Schloss-
gegenseite Jahreszahl „1811” und Wappenschild mit unleserlichem
Monogramm. Direkt vor dem Schloss, rechts und links am Vorder-
schaft, folgen zwei weibliche Genien, eine mit einer Posaune, die ande-
re mit Donnerkeil und Blitzbündel. Über den beiden Genien sieht man
einen Adler im Strahlenkranz, zu ihren Füßen befindet sich die
Inschrift „SEPTIÈME LEGION DEUXIÈME BATAILLON
COMP DE GRENADIER”. Der Vorderschaft zeigt auf der rechten
Seite, zwischen den beiden Laufringen, den Kampf des Horatius an der
Pons Sublicius und die Bürger Roms, die sich unter seinem Schutz
hinter Stadtmauern flüchten. Auf der linken Seite erkennt man einen
vielfigurigen Triumphzug, der als Trophäe u.a. ein Bourbonenwappen
mit sich führt.
Hochinteressantes Dokument für die Antikenrezeption und gleich
zeitig die Instrumentalisierung der Antike im Ersten Kaiserreich.
246294
II - III
€ 1.200
6370
Sabre briquet der Infanterie M an XI
Die breite gekehlte Rückenklinge an der Spitze zweischneidig und ge-
ätzt mit der typischen Sonne, Schwerthand und Sternen des Cassag-
nard Fourbisseur à Nantes, im oberen Bereich Rostspuren. Messing-
Bügelgefäß mit gerilltem Griff. Lederscheide mit Messingbeschlägen.
Länge des Säbels 78,5 cm.245803
III
€ 300
6371
Säbel M 1790 für Mannschaften der Chasseurs à cheval
Leicht gekrümmte Rückenklinge (fleckig) mit beidseitiger Hohlbahn
und zweischneidiger Spitze. Messinggefäß mit vierkantigem, beleder-
tem Griff und einfacher Kupferdrahtwicklung, über dem Stichblatt an
der Innenseite gestempelt „MANCEAUX” (Schwertfegermarke, Paris
1793-99) und „D:D”. Partiell leicht beschädigt, Altersspuren. Länge
105 cm. Auch in den Napoleonischen Kriegen geführtes Modell.
245098
II
€ 600
6374




