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ist eine nach den Seiten und oben empor-
wachsende blaue Blume vor goldenem Hin-
tergrund, der wiederum durch zahllose feine
weiße Blattranken dicht gefüllt ist. Innerhalb
dieses Hauptbildfeldes spärlicher Einsatz tür-
kiser Farbelemente. Den Rahmen bildet ein
weißes Schriftband, das wiederum von blauen
und goldenen Linien begrenzt ist. Darin um-
laufend schöne arabische Kalligraphie. Unten
und unten links zwei Zacken abgebrochen und
wieder angeklebt. Ansonsten intakt. Schönes
Beispiel einer seldschukenzeitlichen, vegetabil
ornamentierten Sternfliese aus Kashan, Zent-
ralpersien. Höhe 21,5 cm.
Provenienz: Aus rheinischer Privatsamm-
lung, alter Familienbesitz, übernommen aus
der Sammlung des Vaters und teilweise der
Großmutter. Große Teile als Leihgabe 1972
im Hetjens Keramikmuseum Düsseldorf.
246276
II - III
€ 500
3035
Bemalte Schale, samanidisch, Iran,
9. - 10. Jhdt.
Kontrastreich gestaltete konische Schale. Auf
weißem Tonschlicker mit dünner, farbloser
Glasur wurde innerhalb des Gefäßes am obe-
ren Rand mit dunkelbraunem Schlicker ein
Segensspruch in eleganter kufischer Schrift
aufgebracht. Mittig im Spiegel ein stilisierter
Vogel mit ausgebreiteten Schwingen. Wohl
Nishapur, Nordost-Iran. Schönes Exemplar
dieser für das Samaniden-Reich typischen
Ware. Die Segenssprüche dieser Schalen in
überlängtem kufischen Schriftduktus gelten
als hoch bedeutsame frühe Schriftzeugnisse
des Arabischen. Eine vergleichbare (restau-
rierte) Schale, jedoch ohne das zentrale Motiv
des Vogels, im Museum für Islamische Kunst
in Berlin, Inv. I. 26/60. Fachmännisch aus
zahlreichen Einzelscherben zusammengesetzt
und restauriert. Höhe 8,5 cm, Durchmesser
27,5 cm.
Provenienz: Aus rheinischer Privatsamm-
lung, alter Familienbesitz, übernommen aus
der Sammlung des Vaters und teilweise der
Großmutter. Große Teile als Leihgabe 1972
im Hetjens Keramikmuseum Düsseldorf.
246268
II - III
€ 500
3032
Glasflasche, persisch, 9. - 12. Jhdt.
Glasflasche mit kugeligem Bauch, leicht koni-
schem Hals und breitem Henkel. Der Bauch
aus weißem Glas, Henkel und Hals aus grün-
lichem Glas angesetzt. Der an beiden Rän-
dern verdickte Henkel mit breitemAnsatz am
Bauch, sich nach oben verjüngend. Oberfläche
irisierend. Intakt. Durchmesser 8,5 cm, Höhe
15 cm.
Provenienz: Aus rheinischer Privatsamm-
lung, alter Familienbesitz, übernommen aus
der Sammlung des Vaters und teilweise der
Großmutter. Große Teile als Leihgabe 1972
im Hetjens Keramikmuseum Düsseldorf.
246278
II -
€ 200
3033
Sternfliese mit Lüsterdekor und
blauer Inglasurmalerei, Kashan, Iran,
12. - 13. Jhdt
Achteckige Sternfliese mit Unterglasurma-
lerei. Innerhalb von zwei gegeneinander ver-
schobenen, symmetrisch angeordneten Quad-
raten das Hauptbildfeld mit reich gefiedertem
Singvogel und vegetabilem Dekor vor golde-
nem Hintergrund. Die Ränder der Quadrate
durch kräftiges Blau hervorgehoben, wobei
es zum Abschwimmen des Blaus nach rechts
oben gekommen ist. Den Rahmen bildet eine
rundum verlaufende, an manchen Stellen et-
was flüchtig wirkende arabische Inschrift auf
weißemBand. Fliese zweimal längs gebrochen
und fachmännisch zusammengesetzt, sodass
die Brüche kaum sichtbar sind. An den Rän-
dern keine Bestoßungen. Schönes Beispiel
einer seldschukenzeitlichen Sternfliese aus
Kashan. Höhe 21 cm.
Provenienz: Aus rheinischer Privatsamm-
lung, alter Familienbesitz, übernommen aus
der Sammlung des Vaters und teilweise der
Großmutter. Große Teile als Leihgabe 1972
im Hetjens Keramikmuseum Düsseldorf.
246277
II - III
€ 700
3034
Sternfliese mit Lüsterdekor und
blauer Inglasurmalerei, Kashan, Iran,
12. - 13. Jhdt.
Sternfliese mit floraler Unterglasurmalerei.
Zentrales Motiv im achtzackigen Sternfeld
3036
Bemalte Schale, sog. „Sari-Ware”,
Iran, 10. Jhdt.
Konische Schale mit Vogeldarstellung auf
cremefarbigem Grund. Für die sogenannte
Sari-Ware typische große Tiergestalt, die weit
über den Spiegel auf die Innenflächen der
Schale ausgreift und in gedeckter braun-grün-
licher Farbpalette gehalten ist. Charakteris-
tisch für diese iranische Keramikgruppe des
10. Jhdts. ist die kräftige Farbgebung, wie sie
dem Betrachter auch in diesem unversehrten
Exemplar entgegentritt. Zweifellos ein her-
vorragendes Sammlerstück. Intakt. Durch-
messer 17,5 cm, Höhe 7 cm.
Provenienz: Aus rheinischer Privatsamm-
lung, alter Familienbesitz, übernommen aus
der Sammlung des Vaters und teilweise der
Großmutter. Große Teile als Leihgabe 1972
im Hetjens Keramikmuseum Düsseldorf.
246269
II -
€ 300
3037
Bemalte Schale, Aghkand, Iran,
12. - 13. Jhdt.
Dickwandige konische Schale mit abgesetz-
tem Rand. Im Innern auf ockerfarbigem
Grund Darstellung eines dunkelbraun ge-
haltenen Vogels, der seinen fast schon einem
Fabelwesen angeglichenen Kopf umwendet,
darüber und darunter kräftige vegetabile
Ranken in Grün. Die Konturen des Vogels
und der Ranken durch kräftige Ritzlinien
angedeutet. Zwei konzentrische Rillen am
Übergang zur Randzone begrenzen das Bild-
feld. Innen und am Rand glasiert, auf der
unglasierten Außenseite tritt der rötliche
Scherben hervor. Fachmännisch restaurier-
tes und aus mehreren Bruchstücken wieder
zusammengefügtes Gefäß. An der Randzone
über dem Vogelkopf zwei minimale moder-
ne Durchbohrungen wohl für eine Aufhän-
gevorrichtung. Durchmesser 27 cm, Höhe
11 cm.
Provenienz: Aus rheinischer Privatsamm-
lung, alter Familienbesitz, übernommen aus
der Sammlung des Vaters und teilweise der
Großmutter. Große Teile als Leihgabe 1972
im Hetjens Keramikmuseum Düsseldorf.
246270
II - III
€ 200




