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Bauch leicht gewölbt und sich über die Schulter zum deutlich engeren

Ausguss mit Kleeblattmündung fortsetzend. Randständiger Band-

henkel, der kurz waagrecht und dann steil, leicht nach innen gezogen

zur Schulter verläuft. Unten breiter, rotbrauner, ringsum verlaufender

Streifen. Im Folgenden nur auf der dem Henkel gegenüberliegenden

Vorderseite mit Bemalung. Ein zweiter, schmaler Streifen auf Höhe des

maximalen Durchmessers, darüber oben und unten eine Reihe keulen-

artiger Striche mit Häkchen am dünneren Ende. Auf Schulter und Hals

zwei weitere horizontale Streifen, zusätzlich von doppelten Ritzlinien

eingefasst. Über dem oberen Reihung von U-förmigen, weißen Linien,

darunter vertikale Linien, abwechselnd weiß und hellbraun. Über dem

unteren Streifen Punkte, darunter stilisierteWeintrauben, Weinblätter

und Ranken hängend. An der Mündung zwei Scherben ausgebrochen

und wieder angeklebt. Abgesehen von minimalen Abplatzungen an-

sonsten intakt. Höhe 21 cm. Skyphos mit schmalem Fuß auf etwas wei-

ter ausladender Basis. Korpus in Form von einem „geköpften Ei“. Auf

der Schauseite fast gleich aufgebaute Bemalung wie auf Schulter und

Hals der Kanne. Minimale Abplatzungen und Versinterungen, sonst

intakt. Höhe 9,5 cm.

Provenienz: Aus in Deutschland verwahrter Privatsammlung, erwor-

ben in den 1990er Jahren im englischen Kunstmarkt.

247055

II -

€ 400

3053

Guttus, Antefix mit Löwenkopf, Marmorköpfchen einer Frau,

griechisch, 3. - 1. Jhdt. v. Chr.

1) Guttus mit schwarzem Glanztonüberzug. Hoher, zylindrischer Fuß,

breiter, flach gedrückter Korpus, schräg nach oben gestellter Ausguss,

im 90 Grad Winkel davon Henkel. Zentral im „Spiegel“ Bildnis einer

Frau mit entblößtem Oberkörper. Um 200 v. Chr. Durchmesser ohne

Henkel 9,3 cm. Höhe 10,5 cm. 2) Fragment eines figürlich verzierten

Stirnziegels mit Löwenkopf, hinten modern mit Öse zum Aufhängen

versehen. 3. - 2. Jhdt. v. Chr. Höhe 12,3 cm. 3) Hellenistisches Marmor-

köpfchen einer Frau mit Kopftuch und Stirnbinde. 3. - 2. Jhdt. v. Chr.

Höhe 9,7 cm. Nase abgebrochen. Minimale Verrollungen. Attraktives

Fragment einer hellenistischen Skulptur von hoher Qualität.

Provenienz: Aus süddeutscher Privatsammlung, erworben Ende der

1980er Jahre im Kunsthandel.

246986

II - III

€ 400

3054

Terrakottastatuette, hellenistisch, 3. - 2. Jhdt. v. Chr.

Stehende, mit Chiton und Himation reich gewandete Dame. Beide

Arme eng an den Körper gelegt. Die linke Hand rafft ein wenig das Ge-

wand über dem leicht nach vorne gesetzten linken Bein, der rechte Arm

angewinkelt, die Hand über der rechten Brust. Feine Gesichtszüge, die

Haare in neun Strähnen nach hinten frisiert. Das Hinterhaupt von ei-

nem Tuch bedeckt. Figur hohl gearbeitet, mit kreisrunder Öffnung im

Rücken. Mittig und amHals gebrochen und fachmännisch zusammen-

gesetzt, ansonsten intakt. Höhe 20 cm.

Provenienz: Aus österreichischem Kunsthandel. Ehedem Sammlung

Günter Kranz, erworben in den 1980er Jahren. Danach Galerie Anti-

ken-Kabinett Gackstätter, Frankfurt.

246860

II -

€ 1.200

3054