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Serpentin-Schraubflasche, Sachsen,

um 1700

Gedrungener, zehnfach facettierter Korpus

aus dunkelgrauem Serpentin. Kräftige Zinn-

montierung, Schraubdeckel mit klappbarem

Tragegriff. Nicht gemarkt. Zwei kleine Aus-

brüche am unteren Rand. Höhe ohne Griff

14 cm.

242248

II -

€ 500

3426

Großer Schießpreis-Zinnkrug der

Schützen von Borgstede/Varel, datiert 1770

Hoher zylindrischer Krug mit abgesetztem

Standfuß. Flacher Deckel mit Kugellauf,

Bandhenkel. Auf der Wandung gravierte

Schießscheibe flankiert von Blütenranken,

darüber bezeichnet „Borgsteder Scheiben-

gewinn 1770“. Am Henkelansatz geschlage-

ne Stadtmarke von Rendsburg mit zweifach

geschlagener Meistermarke des Zinngießers

Johann Gottlieb Geisler, der dort von 1765 bis

1808 tätig war. ImDeckel eine Marke bezeich-

net „Schüneman Flensburg“, wohl Ergänzung

aus der Gebrauchszeit. Wandung leicht ver-

beult. Höhe 32 cm.

239943

II -

€ 520

3427

Bedeutende, staufische Doppel-

Petschaft des Friedericus Palatinus,

Pfalzgraf von Bayern, um 1156

Aus feinem, gelblich-bräunlichem Stein

(Solnhofener Schiefer?) geschnittenes, dop-

pelseitiges Typar mit geschrägtem Rand. Die

Hauptseite mit Darstellung des deutschen Kö-

nigsadlers, auf dem Rand umlaufend „+FRI-

DERICUS PALATINUS COMES“. Auf

der Gegenseite stilisierter Lebensbaum. Am

oberen Rand doppelt gelocht. Ränder teils

bestoßen. Durchmesser 6,5 cm.

Friedrich II, Pfalzgraf von Wörth und Len-

genfeld, Graf von Kelheim war Sohn des Wit-

telsbacher Pfalzgrafen Otto I. und wurde 1156

zum Pfalzgrafen von Donauwörth. Er war

eine wichtige Stütze der Staufer und begleite-

te Friedrich Barbarossa I. ab 1154 auf seinen

Italien-Feldzügen. Er galt als heißblütig, hatte

zahlreiche Fehden und war zeitweise gebannt.

Er reiste mehrfach nach Palästina, dankte

1195 ab und zog sich ins Kloster Indersdorf

zurück, wo er 1198 starb.

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