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5050
Schweizersäbel, Schweiz, 1. Viertel 17. Jhdt.
Leicht gekrümmte und beidseitig doppelt gekehlte, kräftige Rücken-
klinge mit verbreiterter, zweischneidiger Spitze. Am terzseitigen An-
satz tief geschlagene schildförmige Marke sowie beidseitig gravierte
Inschrift „+ SPES IN SANCTISSIMAMARIA +“ bzw. „+ INNOMI-
NEDOMINI VINCES +“. Geschnittenes Eisengefäß mit Daumenring
und zwei seitlichen Löwenköpfen, die asymmetrischen, eingesetzten
Stichblätter mit sternförmigen Durchbrüchen. Spiralig gearbeiteter
Griff mit Hilze und Türkenbünden aus Eisen. Der plastisch geschnitte-
ne Eisengriff in Form eines Löwenkopfes mit heraushängender Zunge.
Seltener Schweizersäbel in schöner Erhaltung. Länge 114,5 cm.
Vgl. Heribert Seitz, Blankwaffen, 1965, Seite 359 ff.
A Swiss sabre, Switzerland, 1st quarter of the 17th century
Slightly curved, sturdy single-edged blade with double fullers on both
sides and broadened, double-edged point. The obverse base deeply
struck with shield-shaped mark and engraved with inscription “+ SPES
IN SANCTISSIMA MARIA +” and “+ IN NOMINE DOMINI VIN-
CES +”, respectively, on each side. Chiselled iron hilt with thumb ring
and two lateral lions’ heads, the asymmetrical, inserted guard plates
with star-shaped perforations. Helical grip with handle and Turks’
heads made of iron. The iron grip cut in the shape of a three-dimensi-
onal lion’s head with protruding tongue. Rare Swiss sabre in beautiful
condition. Length 114.5 cm.
C
f
.
Heribert Seitz, Blankwaffen, 1965, page 359 ff.
244805
II
€ 7.200
5051
Felddegen, deutsch, um 1630
Beidseitig leicht gekehlte Rückenklinge mit zweischneidiger Spitze.
In der beidseitigen Kehlung signiert „CLEMENS - HORNN“, auf der
Fehlschärfe jeweils zweifach geschlagene Einhorn-Marke des Clemens
Horn aus Solingen. Eisernes, S-förmiges Bügelgefäß mit terzseitig geo-
metrisch durchbrochenem Stichblatt und gegenseitigem Daumenring.
Der ovale, flach gegratete Knauf mit hölzernem Griffstück und zwei
seitlichen, eisernen Spangen. Hilze fehlt, Klinge etwas narbig. Länge
112 cm. 242543
II -
€ 2.200
5052
Feldsäbel, deutsch, um 1630
Beidseitig gekehlte, leicht gekrümmte Rückenklinge mit rückennahem
Zug und langer, zweischneidiger Spitze. Auf der Quartseite gravierte,
partiell beriebene Darstellung eines Malchus mit Hand sowie geschla-
genes Pi undHalbmond (Standler). Terzseitig ornamental geschnittene,
geschwärzte, S-förmige Parierstange mit eingesetztem, herzförmigem
Stichblatt und quartseitigemDaumenring. Gekehlter Holzgriff (Wick-
lung fehlt) mit en suite geschnittenem Eisenknauf. Länge 107,5 cm.
A German campaign sabre, circa 1630
Slightly curved single-edged blade with fullers on both sides, groove
near the back and long, double-edged point. The reverse engraved with
partially rubbed depiction of Malchus with hand, as well as struck Pi
and crescent moon (Standler). The obverse with ornamentally cut, bla-
ckened, S-shaped quillons with inserted, heart-shaped guard plate and
thumb ring on the reverse. Grooved wooden grip (wrap is missing) with
iron pommel cut en suite. Length 107.5 cm.
244689
II -
€ 3.200
5052




