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885

5050

Schweizersäbel, Schweiz, 1. Viertel 17. Jhdt.

Leicht gekrümmte und beidseitig doppelt gekehlte, kräftige Rücken-

klinge mit verbreiterter, zweischneidiger Spitze. Am terzseitigen An-

satz tief geschlagene schildförmige Marke sowie beidseitig gravierte

Inschrift „+ SPES IN SANCTISSIMAMARIA +“ bzw. „+ INNOMI-

NEDOMINI VINCES +“. Geschnittenes Eisengefäß mit Daumenring

und zwei seitlichen Löwenköpfen, die asymmetrischen, eingesetzten

Stichblätter mit sternförmigen Durchbrüchen. Spiralig gearbeiteter

Griff mit Hilze und Türkenbünden aus Eisen. Der plastisch geschnitte-

ne Eisengriff in Form eines Löwenkopfes mit heraushängender Zunge.

Seltener Schweizersäbel in schöner Erhaltung. Länge 114,5 cm.

Vgl. Heribert Seitz, Blankwaffen, 1965, Seite 359 ff.

A Swiss sabre, Switzerland, 1st quarter of the 17th century

Slightly curved, sturdy single-edged blade with double fullers on both

sides and broadened, double-edged point. The obverse base deeply

struck with shield-shaped mark and engraved with inscription “+ SPES

IN SANCTISSIMA MARIA +” and “+ IN NOMINE DOMINI VIN-

CES +”, respectively, on each side. Chiselled iron hilt with thumb ring

and two lateral lions’ heads, the asymmetrical, inserted guard plates

with star-shaped perforations. Helical grip with handle and Turks’

heads made of iron. The iron grip cut in the shape of a three-dimensi-

onal lion’s head with protruding tongue. Rare Swiss sabre in beautiful

condition. Length 114.5 cm.

C

f

.

Heribert Seitz, Blankwaffen, 1965, page 359 ff.

244805

II

€ 7.200

5051

Felddegen, deutsch, um 1630

Beidseitig leicht gekehlte Rückenklinge mit zweischneidiger Spitze.

In der beidseitigen Kehlung signiert „CLEMENS - HORNN“, auf der

Fehlschärfe jeweils zweifach geschlagene Einhorn-Marke des Clemens

Horn aus Solingen. Eisernes, S-förmiges Bügelgefäß mit terzseitig geo-

metrisch durchbrochenem Stichblatt und gegenseitigem Daumenring.

Der ovale, flach gegratete Knauf mit hölzernem Griffstück und zwei

seitlichen, eisernen Spangen. Hilze fehlt, Klinge etwas narbig. Länge

112 cm. 242543

II -

€ 2.200

5052

Feldsäbel, deutsch, um 1630

Beidseitig gekehlte, leicht gekrümmte Rückenklinge mit rückennahem

Zug und langer, zweischneidiger Spitze. Auf der Quartseite gravierte,

partiell beriebene Darstellung eines Malchus mit Hand sowie geschla-

genes Pi undHalbmond (Standler). Terzseitig ornamental geschnittene,

geschwärzte, S-förmige Parierstange mit eingesetztem, herzförmigem

Stichblatt und quartseitigemDaumenring. Gekehlter Holzgriff (Wick-

lung fehlt) mit en suite geschnittenem Eisenknauf. Länge 107,5 cm.

A German campaign sabre, circa 1630

Slightly curved single-edged blade with fullers on both sides, groove

near the back and long, double-edged point. The reverse engraved with

partially rubbed depiction of Malchus with hand, as well as struck Pi

and crescent moon (Standler). The obverse with ornamentally cut, bla-

ckened, S-shaped quillons with inserted, heart-shaped guard plate and

thumb ring on the reverse. Grooved wooden grip (wrap is missing) with

iron pommel cut en suite. Length 107.5 cm.

244689

II -

€ 3.200

5052