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Trabantenpartisane des Fürst
erzbischofs Sigismund III. Christoph von
Schrattenbach, Salzburg, datiert 1753
Zweischneidiges Blatt mit beidseitiger, dop-
pelter Kehlung. Der geschweifte Ansatz mit
reich geschnittenem und graviertem Dekor.
Schauseitig das Wappen des Erzbischofs zwi-
schen Rocaillendekor, darunter die Jahres-
zahl 1753. Auf der Gegenseite das Wappen des
Fürsterzbistums Salzburg zwischen Rocail-
lendekor, am unteren Rand schwer leserlich
die Herstellersignatur „M. Gizl“. Runde Tül-
le mit Verstärkungsringen, späterer, schwarz
lackierter Schaft mit gelbem Fransenaufputz.
Metalloberflächen mit kräftiger grauer Pati-
na, eventuell Brandpatina. Länge 239 cm.
Sigismund Graf von Schrattenbach (1698 -
1771) war ein römisch-katholischer Geistli-
cher und wurde 1753 Erzbischof von Salzburg.
In seiner Amtszeit wurden sowohl Leopold
Mozart als auch dessen Sohn Wolfgang Ama-
deus als Musiker in der erzbischöflichen Hof-
kapelle angestellt.
Martin Gitzl, als Büchsenmacher in Salzburg
nachgewiesen. Ein weiteres, von ihm signier-
tes Exemplar befindet sich in der Kienbusch
Collection im Philadelphia Museum of Art.
Weitere Exemplare dieser seltenen Traban-
tenwaffe befinden sich im Bayerischen Ar-
meemuseum in Ingolstadt und der Sammlung
der Stadt Wien.
A partisan for the trabant guard of the
Prince-Archbishop of Salzburg, Sigismund III,
Christoph von Schrattenbach, Salzburg,
dated 1753
The double-edged blade with double fullers on
both sides. The grooved root with lavish chi-
selled and engraved décor. The Archbishop’s
coat of arms emblazoned amidst rocaille or-
naments on the front, below which the year
1753. The Salzburg archdiocese’s coat of arms
amidst rocaille ornaments on the back, the
barely legible maker’s signature “M. Gizl” at
the lower edge. Round socket with reinforce-
ment rings, the later, black lacquered shaft
with a yellow decorative fringe. The metal sur-
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