Auktion 108 Highlights - Kunst & Antiken, Schusswaffen, Rüstungen & alte Waffen, Orden und Militaria bis 1918

| 159 966 Griffzungenschwert der Gruppe Stätzling, späte Bronzezeit (Stufe D) bis frühe Urnenfelderzeit (Stufe A), 13. Jhdt. - 12. Jhdt. v. Chr. Griffzungenschwert mit leicht gebauchter Griffzunge und schmaler, trapezoider Griffplatte mit schwach gebogenen, fallenden Schultern und Löchern für sechs Pflocknieten, drei auf jeder Seite (davon vier erhalten). Griffzunge und Griffplatte mit scharfkantigen Randleisten versehen, die am oberen Ende der Griffzunge fischschwanzförmig ausbiegen. Oberhalb der Griffzunge breiter, spatenförmiger Zungenfortsatz. In der Mitte der Griffzunge fünf Nietlöcher mit zwei erhaltenen Nieten. Die im Querschnitt linsenförmige, teils beinahe rhombische Klinge mit durch eine Stufe abgesetzten Schneiden. Die Kanten der Absätze schwingen auf dem Heft nach außen zum unteren Nietloch hin aus. Die Klinge ist unterhalb der Griffplatte leicht eingezogen und zum unteren Drittel hin gebaucht, mit Schwerpunkt im unteren Drittel, was eindeutig für den Charakter eines Hiebschwertes spricht. Oberfläche partiell mit leichten Korrosionsnarben und Abplatzungen, insbesondere im oberen Bereich der Klinge und des Griffs Oxydauflagen und Inkrustationen. Entlang der Schneiden geringfügige Scharten. Unterer Teil der Klinge durch Druckeinwirkung leicht verbogen. Mit 60,2 cm Länge liegt das Schwert am unteren Spektrum der bekannten Längen. KULTURGUT! Provenienz: Deutsche Privatsammlung, erworben in den 80er Jahren im deutschen Kunsthandel. Hilt sword from the Stätzling group, late Bronze Age (period D) to early Urnfield culture (period A), 13th century – 12th century B.C. A sword with a slightly curved pommel and a narrow, trapezoidal guard featuring gently curved, sloping shoulders and holes for six rivets, three on each side (four of which are preserved). The pommel and guard are edged with sharp-edged ridges that curve outward in a fishtail shape at the upper end of the pommel. Above the tang, a broad, spade-shaped extension. In the center of the tang, five rivet holes with two preserved rivets. The blade, lens-shaped in cross-section and partly nearly rhombic, has edges set back by a step. The edges of the steps curve outward on the hilt toward the lower rivet hole. The blade is slightly indented below the guard and bulges toward the lower third, with the center of gravity in the lower third, which clearly indicates the character of a cutting sword. The surface shows partial light corrosion marks and spalling; in particular, the upper part of the blade and the hilt exhibit oxide deposits and incrustations. Minor nicks along the cutting edges. Lower part of the blade slightly bent due to pressure. At 60.2 cm in length, the sword falls at the lower end of the known length spectrum. CULTURAL ASSET! Provenance: Private German collection, bought from German Art Dealer in the 1980s. 348517 II - III € 2.000 966

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