Auktion 108 Highlights - Kunst & Antiken, Schusswaffen, Rüstungen & alte Waffen, Orden und Militaria bis 1918

| 141 905 Zwei Prunkpektorale für Pferde eines Zweispänners, dazu ein einfaches Pektoral, südital., 5. - 4. Jhdt. v. Chr. Zwei gleichartig gestaltete, offensichtlich zusammengehörige Pektorale aus Bronzeblech mit getriebenen Ornamenten für ein Pferdegespann, die folgendermaßen aufgebaut sind: vorne ein unten abgerundeter „Latz“, der im unteren Teil durch vier getriebene, vertikal verlaufende, längliche Buckel gegliedert ist. Die äußeren breiter, die beiden mittleren schmäler. Darüber zwei nach unten durchgebogene, girlandenartige Wülste. An die Enden der oberen Wulst schließen zwei Palmetten an, die zu den lang ausgezogenen, schmalen „Trägern“ des „Latzes“ überleiten. Oberhalb der Palmetten entlang der Ränder der „Träger“ und der Unterkante des „Latzes“ ein Kymation aus einer Reihung zungenartiger Segmente. Der gesamte Rand mit kleinen Löchern im Abstand von ca. 3 - 5 mm perforiert, die der Befestigung einer Unterlage aus organischem Material dienten. Zusätzlich je zwei größere Löcher am unteren Rand jedes Pektorals. An einem der „Träger“ ist das abgerundete Ende erhalten, bei den anderen ist es abgebrochen. Die Oberfläche mit grün oxydierten Teilflächen über rotbrauner Kupritschicht. Auf der Unterseite mit Gaze und Kunstharz stabilisiert. Drei der „Träger“ gebrochen und nur von der mit Kunstharz getränkten Gaze zusammengehalten. Die Oberfläche der Pektorale leicht verbeult. Zwei eindrucksvolle Beispiele einer altitalischen Prunkschirrung. Breite jeweils ca. 40 cm. Erhaltene Länge 68 cm und 55 cm. Dazu das sichelförmige Fragment von der Mitte eines weiteren Pektorals aus unverziertem Bronzeblech, dessen „Träger“ abgebrochen sind. Gleichfalls mit feiner Perforierung entlang der Kanten. Breite ca. 50 cm. Höhe 23 cm. KULTURGUT! Provenienz: Aus der Sammlung Axel Guttmann, Erworben 1993 bei rheinischem Kunsthändler. Two South Italian ornate peytrals for horses of a two-horse chariot, plus a simple breastplate, 5th – 4th century B.C. Two identical, obviously matching peytrals made of sheet bronze with hammered ornaments for a team of horses, which are constructed as follows: a „bib“ at the front, rounded at the bottom, which is divided in the lower section by four hammered, elongated bosses, running vertically. The outer ones broader, the two central ones narrower. Above which, two garland-like bulges, curving downwards. The ends of the above bulge extending up into two palmettes, then onwards into the elongated, narrow „straps“ of the „bib“. A cymation consisting of a row of tongue-like segments above the palmettes and along the edges of the „straps“ and the lower edge of the „bib“. The entire border perforated with small holes, approx. 3 - 5 mm apart, which were used to attach a lining made of organic material. Moreover, two large perforations on the lower edge of each peytral. The rounded end of one of the „straps“ still preserved, the other one broken off. The surface with some areas of green oxidation over a layer of reddish brown copper. Stabilised on the underside by means of gauze and synthetic resin. Three of the „straps“ fractured and only held together by the gauze soaked in synthetic resin. The surfaces of the peytrals slightly dented. Two impressive exemplars of a magnificent, ancient Italian harness. Width of each approx. 40 cm. Preserved length 68 cm and 55 cm. Also includes a crescent-shaped fragment from the centre of another peytral in undecorated sheet bronze, the „straps“ of which have broken off. The fragment also with fine perforations along the edges. Width approx. 50 cm. Height 23 cm. CULTURAL ASSET! Provenance: From the Axel Guttmann Collection, acquired from a Rhenish art dealer in 1993. 349220 III € 3.500

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