Der Nachlass Leonrod
54 | 1028 Maximilian Freiherr von Sazenhofen – persönliche Ordens schnallen, Etuis und Bänder Neunteilige (aufgetrennte) Schnalle mit dem Ritterkreuz 2. Klasse (Kriegsdekoration) des Militär-Verdienst-Ordens, dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone (beide fehlen), dem Preu- ßischen Eisernen Kreuz von 1870 mit dem Jubiläumseichenlaub „25”, dem Ehrenkreuz des Ludwigs-Ordens (fehlt), der Jubiläumsmedaille mit der Krone, der Kriegsdenkmünze 1870/71 (Schnallenprägung) mit den Gefechtsspangen „WEISSENBURG”, „WÖRTH”, „SE- DAN” und „PARIS”, dem Armee-Denkzeichen „1866”, der Centen- armedaille 1897 und der Regierungsjubiläums-Medaille von Anhalt von 1896. Beiliegend die mit Sicherheitsnadel-Broschur aufsteckbare Schwerter-Distinktion des MVOs für den Wechsel von Ordens- zu Feldschnalle ab 1891. Dazu die Verleihungsetuis zum Ludwigs-Orden von „HEMMERLE”, zur Jubiläumsmedaille mit Krone (abgelegte Medaille ohne Krone in- liegend) von „Leser” und zur Anhalter Medaille. Zusammen mit langem Schärpenband-Abschnitt des Luxemburgischen Ordens der Eichenkrone sowie mit vier konfektionierten Halsbän- dern (Michaels-Orden, MVO, Preuß. Kronenorden und Waldecker Militärverdienstkreuz), diversen Ersatz-Halsband- (u. a. RAO) und sonstigen (DA, KDM-) Abschnitten sowie einer Armbinde der „Ein- wohner Wehr München 1919” in Aufbewahrungskarton mit der Be- schriftung „Freifrau von Satzenhofen Großkreuze Ordensbänder”. Die Auszeichnungen von Maximilian Freiherr von Sazenhofen (1829 – 1913) gelangten über die Heirat (1905) seiner Tochter Clara (1870 – 1953) mit Wilhelm Freiherr von Leonrod in die Familie und 1937 nach Schloss Schmiechen. Als Major der Kavallerie diente der aus Zweibrücken stammende Sazenhofen während des deutsch-französi- schen Krieges als 1. Adjutant im General-Kommando Würzburg (II. AK) unter General Freiherr von Hartmann, verdiente sich bei Ples- sis-Piquet das Eiserne Kreuz und wurde für die Belagerung von Paris vom Bayerischen König mit dem Militär-Verdienst-Orden belohnt. Bis zu seinem Tod 1913 stieg er als General der Kavallerie in die höchsten Dienststellungen der bayerischen Armee auf, war zuletzt General-Adjutant des Prinzregenten Ludwig und seit 1889 als Käm- merer Mitglied des Königlichen Hofstaates. 1887 wurde ihm das Rit- terkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone verliehen, 1893 erhielt er den Michaels-Orden 2. Klasse mit Stern, 1896 das Groß- kreuz des MVOs und 1909 den Ludwigs-Orden für 50 Dienstjahre. 1028
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