Die Sammlung Frey - Waffen aus Württemberg

26 | 4011 Steinschlossgewehr, Anfang 19. Jhdt. Glatter Lauf im Kaliber 17,5 mm. Stein- schloss, auf der Schlossplatte bezeichnet „Kö- nigl.Würt:Fabrik”. Vollschaft mit Eisen-/ Messing-Garnitur. Waffe gekürzt, Eisenteile gereinigt und stellenweise narbig. Schaft be- stoßen, Ladestock fehlt. Länge 99 cm. 264986 II - III € 350 4011 4012 4012 Versuchskarabiner auf Basis des Langen Schützenkarabiners Glatter Lauf im Kaliber 17,5 mm, über der Kammer etwas verputzte Bezeichnung „Oberndorf” und dahinter Jahreszahl „1824”, links Abnahme und Nummer „451”. Aptier- tes Schloss, sog. Bahnschloss mit Mitnehmer­ stange an der Innenseite, auf der Schlossplat- te durch die Aptierung halb verdeckte Her­ stellerbezeichnung. Nussholzschaft mit eiserner Garnitur, links Reitstange mit einem Karabinerring. Auf der Kolbenoberseite al- tes Klebeetikett mit Bezeichnung „A.L.133” in Tinte. Länge 115 cm. Ab 1823 begann man in Württemberg, mit der Perkussionszündung zu experimentieren, um die im Heer bereits vorhandenen Feuerwaffen zu verbessern. Dabei verließ man sich zunächst auf Zündpillen statt Zündhütchen. Aus diesen Versuchen gingen das Walzenschloss und das an der vorliegenden Waffe verbaute Bahn- schloss hervor. Beide Schlösser erwiesen sich als durchaus zuverlässig, wobei das Bahnschloss anscheinend noch etwas robuster und zuverläs- siger war. Allerdings war die Technik beider Schlösser wohl doch zu aufwändig und auch zu teuer in der Herstellung, sodass man sich ab 1827 demKupferzündhütchen zuwandte.

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