6690 Graf Maximilian von Holnstein aus Bayern (1835 - 1895), Adjutant von König Ludwig II. - persönlicher Löwenkopfsäbel Kräftige, leicht gekrümmte Steckrückenklinge aus Damaststahl (etwas fleckig, Närbchen), am Ansatz die geätzte Inschrift „Damast garantirt“, beidseitig in der oberen Hälfte reich geätzt mit Ranken, Trophäen und Herrscherchiffre „L“ unter Königskrone (Ludwig II.). Großes, reich reliefiertes Buntmetall-Bügelgefäß (Vergoldungsspuren), Fischhauthilze (berieben) mit dreifacher silberner Drahtwicklung, Löwenkopfgriffkappe mit zwei roten Glasaugen, am terzseitigen Parierlappen aufgelegt die Königskrone und am quartseitigen die Gravur „Graf von Holnstein aus Bayern“. Brünierte Stahlscheide mit zwei beweglichen Trageringen und Reitöse. Gebrauchs- und Altersspuren. Länge 97 cm. Graf Max von Holnstein war Oberstallmeister von König Ludwig II. und beeinflusste die Politik im Königreich Bayern maßgeblich. Als Ratgeber des Monarchen war Holnstein an der Entstehung des „Kaiserbriefes“ beteiligt, der dem preußischen König Wilhelm I. die Kaiserwürde des neuen Deutschen Reichs antrug. Holnstein hatte 1886 auch Anteil an der Entmündigung von König Ludwig II. Am Hof in München galt Holnstein, den das bayerische Volk „Roßober“ nannte, als graue Eminenz mit großem Einfluss auf den König. Der hier angebotene Säbel stellt eine einzigartige Rarität von historischer Bedeutung dar. 526 |
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