328 | men werdenmuss, dass der größereAnteil hiervon Exemplare des 2. Typs waren, der in der nächsten Losnummer angeboten wird. Den Entwurf und die Prägestempel für diese Auszeichnung fertigte Karl Schwenzer, königlich-württembergischer Hofmedailleur an der Königlichen Münze in Stuttgart, der neben dieser Auszeichnung auch die frühen bulgarischen Verdienstmedaillen und diverse bulgarische Münzen fertigte. Der Orden für Verdienst war von 1881 - 1883 faktisch eine dem St. Alexander-Orden angegliederte Medaille und wurde erst mit Anordnung vom 24. März 1883 durch Fürst Alexander I. zum „Orden für Verdienst” erhoben, blieb aber weiterhin dem St. Alexander-Orden angegliedert. 304711 II € 1.500 3541 Orden für Verdienst, 1. Modell, 2. Typ, 1881 - 1883 Silber, die Medaille mit dem Kopf von Fürst Alexander I. wurde separat geprägt und zwischen die Schwerter eingefügt. Am Halsabschnitt erhaben mitgeprägt Stempelschneider „SCHWENZER”, die gezogenen Schwerter deutlich am Mittelgrad der Klinge zu erkennen, der umlaufende, zur Medaille hin durchbrochene Lorbeerkranz ist sichtlich filiORDEN FÜR VERDIENST 3540 Orden für Verdienst, 1. Modell, 1. Typ, 1881 - 1883 Silber; die Medaille mit dem Kopf von Fürst Alexander I. wurde separat geprägt und zwischen die Schwerter eingefügt, am Halsabschnitt erhaben mitgeprägt Stempelschneider „SCHWENZER”. Die Schwerter erscheinen insgesamt wuchtiger als bei den späteren Modellen, die Klingen weisen Verzierungen auf, so dass man fast annehmen möchte, die Klinge steckt noch in der Scheide, auch der umlaufende, zur Medaille hin durchbrochene Lorbeerkranz ist deutlich voluminöser als bei den späteren Modellen. Eine weitere Besonderheit sind die angedeuteten Kettenglieder von der Medaille senkrecht nach oben verlaufend zur parallel angelöteten Trageöse, an pentagonal gefaltetem Band des Militärordens für Tapferkeit. Der Orden konnte für militärische Verdienste an diesem Band verliehen werden, das Friedensband war identisch mit dem Band des St. Alexander-Ordens. Vgl. Todor Petrov, „BulgarianOrders andMedals”, der für die Regierungszeit von Fürst Alexander I. insgesamt 312 Verleihungen nennt, davon 225 Verleihungen an Bulgaren und 87 Verleihungen an Ausländer. Wobei angenom3540 3541 graner als beim 1. Typ, auf die Kettenglieder, so wie beim ersten Typ zu sehen, wurde vollständig verzichtet, am konfektionierten statutenmäßigen Dreiecksband, für militärische Verdienste konnte der Orden auch am Band des Militärordens für Tapferkeit verliehen werden. Im roten, oktagonalen Verleihungsetui, im Deckelfutter Hersteller „Rothe & Neffe / Wien”. Vgl. Todor Petrov, „Bulgarian Orders and Medals”, der für die Regierungszeit von Fürst Alexander I. 312 Verleihungen nennt, davon 225 an Bulgaren und 87 an Ausländer. Es ist anzunehmen, dass der überwiegende Teil davon Exemplare des hier angebotenen 2. Typs waren. Dass der Entwurf des ersten Typs (1881 - 1883) zur Gänze aus der Hand Schwenzers stammt, ist unbestritten (dafür spricht auch die für Schwenzer typische Stilistik der Schwerter). Die eingelötete Medaille in der Mitte ist bei beiden Typen identisch. Es kann aber durchaus angenommen werden, dass das Herstellen des äußeren Kranzes und das Einlöten der Medaille beim zweiten Typ (1883 - 1886) von einer anderen Firma besorgt wurde - möglicherweise von Rothe in Wien. Dafür spricht unter anderemauch das zu dieser Auszeichnung gehörende Verleihungsetui. 304712 II € 500
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