| 317 gesetzten Glasscheiben. Messinguhrwerk mit Stundenschlag, Rückpendel. Glockenstuhl mit seitlichen Zierblechen. Die Zierbleche teils mit alten Reparaturstellen. Zwei Messinggewichte. Der Stand (Stoel) aus Eichenholz mit reliefierten Zierbeschlägen aus Messing. Höhe der Uhr 37 cm, Gesamthöhe 76 cm. 301801 II - € 960 609 Standuhr mit Chinoiserie-Lackmalerei, William Spicer, London, 2. Hälfte 18. Jhdt. Gehäuse aus schwarz lackiertem Eichenholz mit fein gemaltem Dekor in Goldlack. Die Tür vollflächig mit vergoldeten, reliefierten LackChinoiserien bemalt (stellenweise nachgebessert). Verglaster und verschließbarer Uhrenkasten mit seitlichen Säulen und gewölbtemGiebel. InnenMessinggehäuse mit durchbrochen gearbeiteter Rankenauflage. Versilbertes Ziffernblatt mit römischer Stundenskalierung und arabischer Minuterie (Minutenzeiger fehlt). Im unteren Bereich gravierte Herstellerangabe „Wm. Spicer London”. Sekundenanzeige unter der Zwölf, Datumsanzeige über der Sechs. Im oberen Bereich die Schlagwerkabstellung. Funktion des Uhrwerkes nicht geprüft. Mit Originalschlüssel. Im Inneren Eisenpendel (nicht angehängt). Basis mit einem Riss. Höhe ca. 230 cm. 299400 II - III € 1.700 MUSIKINSTRUMENTE 610 Chitarrone, auch römische Theorbe oder Erzlaute genannt, wohl Venedig, 17. Jhdt. Lautenmuschel aus 27 Spänen (Ahorn?) mit jeweils einer Zwischenader aus Ebenholz, Schallloch mit eingesetzter Rosette, Umrandung aus Ebenholz mit Elfenbeinrändern, dazwischen eingelegte florale Intarsien aus Perlmutt. Elf Saiten werden über das Griffbrett geführt, dazu sechs Bordunsaiten. In der Halsverlängerung drei Elfenbeinplaketten mit Darstellung des Hauptes der Medusa, eines Maskarons und des Wappens der florentinen Familie Medici. Unterschiedliche Alters- und Gebrauchsspuren, Spielbarkeit nicht überprüft. Länge 188 cm. Unter dem Schallloch mit der Jahreszahl 1902 datiert und auf alte Buchseiten mit italienischem Text geklebt, die der Fixierung der Lautenspäne dienten. CITES-Gutachten vorhanden. Ein vergleichbarer Chitarrone befindet sich im Museum of Fine Arts, Boston, und stammt aus der Sammlung des englischen Geistlichen Francis W. Galpin (1858 - 1945). Dieses Instrument wurde 1904 in London ausgestellt, imAusstellungskatalog abgebildet und Magnus Steger – tätig in Venedig im 17. Jhdt. – zugeschrieben (Vgl. An Illustrated Catalogue of the Music Loan Exhibition by the Worshipful Company of Musicians at Fishmongers’ Hall, London 1909, S. 137). Achtung: Ein Export dieses Loses aus der EU ist leider nicht möglich. Attention: This lot can only be shipped within the European Union. 301794 III + € 2.000 610
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