Orden und Militaria bis 1918

| 229 4309 Kartuschkasten M 1873/86 mit Bandelier für Offiziere der berittenen Truppenteile Kartuschkasten mit Bezug aus rotem Saffianleder (berieben), der De- ckel mit versilberter Auflage und aufgelegtemWappen. Silbernes Ban- delier mit drei blauen Durchzügen, versilberten Beschlägen und rotem Futter. Im bestoßenen Aufbewahrungskarton. 299430 II - € 500 4310 Wilhelm Ritter von Kaulbach (1805 - 1874) - persönliches Petschaft des bayerischen Hofmalers in Form eines kindlichen Satyrs mit Frosch Dunkelbraun patinierte Bronze, der Satyr mit Ohren und Bei- nen eines Esels zu dem seitlich am Sockel sitzenden Frosch herabblickend. Die hochovale Siegelfläche aus Bronze mit fein geschnittenem Wappen unter Helmzier und mit umlaufendem Blü- tenfries am Rand. Gesamthöhe 13 cm. Dabei ein Siegelabdruck. Wilhelm von Kaulbach, ab 1822 Schüler von Peter von Cornelius an der Düsseldorfer Akademie, dem er 1826 nach München folgt. Nach Freskenarbeiten u.a. in der Residenz wird er 1837 durch König Lud- wig I. von Bayern zum Hofmaler ernannt, überwacht im Auftrag Kö- nig Friedrich Wilhelms IV. von Preußen ab 1845 die Ausmalung des Treppenhauses im Neuen Museum in Berlin und wird 1849 Direktor der Münchner Kunstakademie. Neben seinen bedeutendsten Werken wie etwa der Hunnenschlacht oder der Zerstörung Jerusalems schuf er zahlreiche Portraits, aber auch historische und mythologische Wand- und Deckengemälde oder die Illustrationen zu Goethes Reineke Fuchs. 1874 verstarb er an Cholera. Provenienz: Nach Einliefererangaben aus der Siegelsammlung der Prin- zenAdalbert (1828 - 1875)bzw.Alfons vonBayern(1862 - 1933) stammend. 299040 I - II € 2.500 4310

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